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Der Weg ins nichts

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Neue Aufgabe neues Glück?

Beitrag  berton am Mo Sep 20, 2010 7:03 am

Ich habe festgestellt, dass ich ein wenig Abstand von dem Ganzen brauche und was wäre da wohl besser als sich mit irgendetwas abzulenken. Deshalb habe ich beschlossen mich sofort an die Renovierung und Umgestaltung des neu gekauften Bauernhofes zu machen. Eigentlich hatte ich vor, es für uns als neue Heimat auszubauen, aber seit der Wahlveranstaltung wo sich ein Bürgermeisterkandidat vorgestellt hat und mich in einer öffentlichen Diskussionsrunde auf neue Ideen gebracht, hat reifte eine neue Perspektive heran.
Die Gemeinde vergibt über die EU Gelder zur Dorfsanierung und wenn man förderwürdige Projekte vorstellt, werden die aus diesem Topf finanziert. Ich dachte mir, dass dies wohl die beste Möglichkeit ist zu einem frisch renovierten Haus zu kommen, das als "Ferien auf dem Bauernhof" vermarktet werden könnte. Das Haus und das dazugehörige Grundstück bieten sich gerade dazu an. Es liegt umgeben vom Wald auf einer großen Lichtung. Das verfügbare Grundstück beträgt 6000 qm. Im Haus selbst gibt es bereits ein Bad, separates WC, Wohnküche und drei Zimmer. Auch ein Brotbackofen ist in einem Nebengebäude vorhanden. Das Bad ist so groß, das man eventuell auch eine Sauna einbauen könnte und auf dem Grundstück selbst einen Pool, so das es alle Bequemlichkeiten aufweist, was Touristen zur Erholung vom Alltag benötigen. Vor allem die Ruhe und die frische Waldluft werden die meisten begeistern. Was auch möglich wäre ist eine Freizeit, als Zeltlager mit dem haus als Mittelpunkt.
Ich werde in das Haus den großen Kachelofen einbauen, so dass auch im Herbst und Winter eine angenehme Wärme vorhanden ist. Zu den bereits vorhanden 6000qm gibt es noch eine Fläche, die einem aus Szeged gehört, die aber nicht bearbeitet wird und total verunkrautet.
Vielleicht bekomme ich die ja dazu, entweder als Pachtfläche oder sogar als Kauf. Dann könnte man dort Pferde halten, so dass die Gäste auch gleich ausreiten könnten.
Ich muss sagen je weiter ich die Idee spinne, desto mehr nimmt sie Formen an, die mir durchaus gefallen würden.
Ich hätte auf jeden Fall ein neues Projekt, hinter dem ich stehen kann.
Also in die Hände gespuckt, Antrag gestellt sobald wir im Grundbuch eingetragen sind und dem Projekt Füße verleihen. Durch den Einbau des Kachelofens wäre der ganze Winter zur Verfügung um einiges bereits umzusetzen.
Ich merke wie sich mein Energiepegel hebt, eine wohlige Wärme im Bauch entwickelt und das dies eine Fantasie ist, die darauf wartet umgesetzt zu werden. Es hilft mir Altes und vergangenes loszulassen und mich dem hier und jetzt zu widmen.
Also was soll’s, packen wir es an und setzen es um Smile.

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Dunkle Wolken ziehen auf

Beitrag  berton am Do Sep 23, 2010 7:11 am

Ich habe mir heute Morgen mal durch den Kopf gehen lassen, was der Gegenwert für Freude wohl ist. Ich schrieb ja, dass wir unsere beiden Hengste Artos und Schappka verkauft haben. Es war notwendig, um für die restlichen die Futterversorgung sicher zu stellen, wenn jetzt die Felder nicht mehr zur Verfügung stehen. Das Geld was wir bekommen haben ist bereits zu 2/3 verbraucht und es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis auch der Rest sich in Luft aufgelöst hat. Ist dies der gegenwert, der mir bleibt für 3 bzw. 4 Jahre Freundschaft, die mich mit meinen beiden Hengsten verbunden hat. Jeden Morgen das herum Geschmuse, das Beben der Erde, wenn ich meine Pferde gerufen habe und sie auf mich zugestürmt kamen. Ich merke deutlich, dass meine Lebensqualität merklich gelitten hat. Es ist nicht mehr das Gleiche und ich spüre wie ein Teil in mir stirbt. Die Ära des Unbezwingbaren und Unzähmbaren Wilden geht zu Ende. Ich kann mich nicht mehr länger halten, bei soviel Boshaftigkeit und Intrigen, die mir das Leben schwer machen.
Ich werde wohl auch die letzte Schlacht um die Felder verlieren, da mein Kontrahent sich einen guten Anwalt genommen hat, was mir leider finanziell nicht möglich ist. In einem Schriftsatz an das Gericht wurde wieder einmal die Wahrheit verdreht und unglaubliche Forderungen erhoben. Eigentlich wäre es ja kein Problem für mich, da die Belege und Zeugenaussagen für sich sprechen, aber aufgrund der politischen Lage in Ungarn, die rechtsgerichtet und Ausländerfeindlich seit der letzten Wahl ist, steht die Gerechtigkeit auf dem Spiel. Ich habe mich beraten lassen und das Ergebnis war, das man mir riet die Berufung zurück zu ziehen und statt das Eigentum am Land zu fordern, wie es schriftlich zwischen dem Ungarn und mir vereinbart war, mich mit der Teilsumme des Wertes zufrieden zu geben, die mir bereits im ersten Urteil zugesprochen wurde.
Wieder einmal würde der Ungar, ohne auch nur einen Forint investiert zu haben über Nacht ein Millionengewinn machen. Das ist das beste Beispiel dafür, dass sich Verbrechen immer öfter lohnt.
Auch an der Stuttgarter Front, die Klage der Staatsanwaltschaft gegen meine Ex, scheint sich unglaubliches abzuspielen. Nach dreijähriger Ermittlungsarbeit der Staatsanwaltschaft und 7 jähriger Klagen durch mich beim ungarischen Gericht um die Beweise in Form von Urteilen zustande zu bringen, hat das Gericht angeblich die Klage wegen Betrug nicht zugelassen.
Ich bin im Moment nicht informiert, inwieweit die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel eingelegt hat, aber alleine die Nachricht das die Mühen umsonst waren, der Verzicht auf vieles um die Gerichtskosten aufbringen zu können und das sich auch da das Verbrechen gelohnt hat, trifft mich bis ins Mark.
Ich kann jetzt durchaus verstehen, wie manche, verlassen vom Arm des Gesetzes, zum Gedanken der Selbstjustiz kommen.
Auch bei der Heuernte ziehen dunkle Wolken auf. Gestern ist mir mein Mähwerk kaputt gegangen. Ich habe es zwar wieder reparieren können, aber ob die Reparatur hält werde ich heute erst feststellen können. Ich habe dadurch einen wertvollen Tag verloren, der in dem ohnehin knappen Zeitfenster der regenfreien Zeit entscheidend sein kann.
Ich habe mir schon öfters gedacht, dass wohl die Annahme dass die Energie den Gedanken folgt falsch ist. Ich habe wirklich versucht positiv zu denken, den Rückschlägen keine große Aufmerksamkeit zu schenken und zukunftsorientiert zu handeln. Aber die Ergebnisse sprechen wohl dagegen.
Ich denke es wird Zeit zu akzeptieren, dass ich auf der Schattenseite des Lebens geboren wurde und dass ich egal was ich auch dagegen unternehme niemals über den Rand auf die Sonnenseite kommen werde. Das Einzige was mir wohl zugänglich sein wird ist sich im Dunkel einigermaßen bequem einzurichten.
Wobei sich die Frage stellt, ob ich wenn diese Erkenntnis da ist, ich nicht auch mit gleichen Mitteln zurück schlagen sollte und die Ära des „Saubermanns“ hinter mir lassen sollte. Auf jeden Fall stehe ich auf verlorenen Posten gegenüber den „Verbrechern“, wenn ich versuche weiterhin auf fairer Basis mich zu wehren.

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Den Spatz in der Hand, die Taube aufm Dach...

Beitrag  berton am Fr Sep 24, 2010 9:08 am

Gestern hat mich ein Brief mit einem Angebot meines Kontrahenten, mit dem ich am Montag eine Gerichtsverhandlung wegen den Feldern habe, erreicht.
Er schlägt mir vor, mir etwa die Hälfte der Felder auf meinen Namen zu überschreiben, während er die andere Hälfte auf seinem Namen behält.
So hätte ich ja kein Risiko und könnte meinen Betrieb und somit die Pferde retten.
Zuerst blieb mir die Luft weg vor soviel Unverfrorenheit. Er hat durch seine Falschaussage dafür gesorgt, dass ich aus meiner Firma ausgeschlossen wurde und etwa 300.000 DM verloren habe. Ebenso hat er mich Jahrelang erpresst, wurde er bereits mehrfach ausbezahlt, weil er schon früher die Felder an mich überschreiben wollte, hat die ganzen Jahre die landwirtschaftlichen Zuschüsse kassiert, ohne auch nur einen Finger krumm zu machen, schuldet mir noch etwa 6000 Euro aus bereits vergangenen Gerichtsverhandlungen, ohne auch nur einen Cent zu bezahlen und jetzt das.
Auf der anderen Seite steht die momentane politische Entwicklung dagegen, durch die den Ausländern der Felderwerb unmöglich gemacht werden soll. Das Risiko, das dem Gericht die Klage komplett abweist ist nicht zu vernachlässigen.
Wenn ich bloß wüsste wie ich reagieren soll. Aus dem Bauchgefühl heraus sage ich mir, das ich mich von dem Ungarn nicht weiter demütigen und ausnutzen lassen soll. Am liebsten würde ich ihm den Hals umdrehen, dass diese Geschichte endlich ein Ende findet.
Ich denke dass ich einen Schlussstrich unter dieses Kapitel ziehen muss. Ich tendiere deshalb dazu keinerlei Kompromisse mehr einzugehen, die den Ungarn ein weiteres Mal ermöglichen mir das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wenn es sein soll, auch mit dem letzten Einsatz, der Felder und somit mit vollem Risiko, das die Klage abgewiesen wird.
Im Prinzip habe ich indirekt mich schon damit abgefunden, so dass der totale Verlust dann auch nicht mehr ins Gewicht fällt. Ich hoffe natürlich auf ein gerechtes Urteil, das das was ich bezahlt habe auch an mich übergeben wird. Von den Beweisen her spricht alles dafür. Ich habe dies mit Vereinbarungen, Zahlungsbelegen und Zeugen dem Gericht hinreichend dargelegt. Nur Vater Ungarn kann mir einen Strich durch die Rechnung machen und das Ganze noch kippen und diese Möglichkeit ist leider sehr wahrscheinlich.

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Ich bin mir jetzt ganz sicher

Beitrag  berton am Sa Sep 25, 2010 8:12 pm

Es gibt sie, die Unglücksmenschen, das weiß ich jetzt ganz bestimmt.
Ich hatte schon öfters das Gefühl, das mir Prozentuell mehr Unglück geschieht, wie der der Menschheit.
Ich habe mir öfters einen Kopf drum gemacht, alle möglichen Erklärungen gesucht und keine gefunden.
Gestern habe ich das letzte Gras gemäht und war überrascht es heute Nachmittag schon getrocknet vorzufinden.
Schnell den Schwader angehängt um später mit der Ballenpresse es dann rund und transportierbar zu machen.
Pustekuchen, wieder einmal habe ich es nicht geschafft6. Der Traktor streikte beim pressen. Ein Freund den ich herbeigerufen hatte und der versprochen hatte zu kommen, verspätete sich schnell man um drei Stunden und als der Traktor dann endlich wieder lief, kam Petrus mit der Gießkanne.
Das war´s dann wohl wieder einmal. Wer weiß wie lange der Regen anhält und ob ich das Futter dann noch den Tieren geben kann, steht in den Sternen.
Einige sagen das ist doch normal und hat doch nichts mit Unglücksmenschen zu tun, aber bei mir ist es leider Dauerzustand und dies schon seit meiner Geburt. Ich finde es nicht lustig und bin auch nicht versessen es immer wieder vor die Augen gehalten zu bekommen.
Oder hat es was mit dem Satz zu tun „Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne“, und ich hobele im übertragenen Sinne viel.
Morgen ist erstmal Ruhetag, was die Landwirtschaft angeht.
Ich werde die notwendigen Papiere für die Verhandlung zusammen suchen und danach mich der Kaffeemaschine widmen.
Ich hatte sie gestern total zerlegt und gereinigt. Morgen ist Fehlersuche angesagt.
Ich war echt von den Socken, als ich im Netz ein Forum für Saeco Kaffeemaschinen gefunden habe und dies dann auch noch so gut bestückt ist durch Mitglieder, die echt ne Ahnung haben und mit einer Unmenge von Dokumenten.
Wenn es mir gelingt wird es in Zukunft eine breite Auswahl an Kaffee geben.

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schlaflos

Beitrag  berton am So Sep 26, 2010 8:33 am

Ich bin heute Morgen total gerädert aufgewacht. An Schlaf war irgendwie nicht zu denken. Ständig ging mir die morgige Verhandlung durch den Kopf, bei der einiges für uns auf dem Spiel steht. Es ist schwierig für mich eine Entscheidung und damit ein Vorgehen in der Verhandlung zu treffen.
Wieder einmal wird mir vor Augen geführt, das das Leben wie Lotto spielen ist. Trotz Glauben und Abgabe des Scheins ist die Chance das dies dann auch so Eintritt gering.
Es hat auch die ganze Nacht geregnet so dass es wirklich heute nichts anderes zu tun gibt, als die Kaffeemaschine in Angriff zu nehmen und die Papiere zusammen zu suchen.
Tja wenn ich so genau nachdenke wäre es nichts verkehrtes jemanden zu kennen, mit dem man solche Dinge bequatschen könnte. Seit ich aus Deutschland weg bin und ich in den Foren kein Stammgast mehr bin, bzw. sein kann, mein Eigenes nicht mehr besucht wird, ist es verdammt schwierig geworden eine andere Meinung zu bekommen.
Vielleicht ist es aber auch nur deshalb, weil ich mein Leben so extrem auslebe. Keine Grenzen, alles was mir in den Sinn kommt umsetzen zu wollen und dabei gar nicht daran denken das es noch andere Menschen im Universum gibt, die andere Pläne haben und diese nicht mit meinen übereinstimmen.
Irgendwie ist das Leben ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Ich verstehe gar nicht wie andere es machen, ihr Leben geordnet bis in die letzte Sekunde durchgeplant und ohne besondere Überraschungen leben.
Die bereits am Anfang der Woche wissen was sie am nächsten Wochenende tun werden.
Ich dagegen kann nicht mal bis zum Abend voraussagen was ich machen werde, da es sowieso immer anders kommt.
Gestern Abend habe ich meine zwei kleinen Hengste in die neuen Boxen gebracht und das erste Mal angebunden. Sie besetzen jetzt die Plätze von Artos und Schappka.
Es war schon recht emotional, als ich sie in den Stall führte. Mir wurde erst da bewusst, dass meine Freunde unter den Tieren auch immer weniger werden. Wie es Ihnen wohl geht?
Ob sie mich ebenso vermissen wie ich sie? Für Sarino gibt es auch einen Interessenten, der die nächste Woche vorbei schauen will. Dann hätten wir von 11 auf 4 Pferde reduziert.
So ich glaube ich muss jetzt wieder Mal mein Leben ankurbeln. Ist ja schon spät am Tag und die Arbeit wartet wie jeden Tag.

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Der Tag der Entscheidung

Beitrag  berton am Mo Sep 27, 2010 7:51 am

Noch zweieinhalb Stunden und die Gerichtsverhandlung beginnt. Ich bin heute Morgen mit einem sehr mulmigen Gefühl aufgewacht. Ich habe Magengrummeln und Angst vor dem heutigen Tag.
Trotz wochenlanger Vorbereitung, der gestrigen Durchsicht der Akten und Erstellung einer Merkhilfe für die Argumentationen fühle ich mich Überfordert.
Wie gerne hätte ich es einem Anwalt hier übergeben, aber aufgrund der vergangenen Erfahrungen mit den ungarischen Anwälten und der Kostenfrage werde ich es wohl alleine gegen einen professionellen Anwalt durchstehen müssen.
Die Frage ist immer noch, ob ich einen Teil der Berufung zurücknehme und mich mit dem Geld abfinden lasse oder das Risiko eingehe das trotz positiven Erstinstanzlichen Urteil, die Sichtweise der zweiten Instanz dazu führt die Klage komplett abzuweisen und ich dann leer ausgehe und wieder einmal auf den Kosten sitzen bleibe. Ich habe mir nie vorstellen können, dass die Gesetze eines Landes für einen Betrüger ausgerichtet sein können, nur weil er die Staatsangehörigkeit des Landes besitzt.
Ich habe gestern Abend nochmals die einschlägigen Gesetzestexte im Netz geschmökert um mir mehr Sicherheit zu holen. Wenn es nachdem ginge, währen meine Chancen mehr als nur gut.
Mein Gegner hat nachweislich Gläubigerbenachteiligung betrieben, indem er alles was er an Eigentum. Außer die bereits von mir bezahlten Felder, an seine Familienangehörigen verschenkt hat, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft wegen Betrug bestand. Er wurde damals zu 6 Monaten Gefängnis ausgesetzt zu 2 Jahren Bewährung verurteilt und in einem späteren Gerichtsverfahren zur Zahlung des Schadens verurteilt.
Eine Pfändung blieb erfolglos, da er außer den Feldern nichts mehr besitzt. Quasi bekomme ich im Endeffekt den Erlös für etwas was ich bereits bezahlt hatte.
Die Frage die sich mir auch stellt ist die Prozessgebühr, die ich für die Berufung an das Gericht überweisen musste.
Bei einer Teilrücknahme der Berufung würde ich auch nur einen Teil bezahlen müssen und somit wieder etwas zurückbekommen. Der Ungar hat ja sowieso kein Geld, das ich pfänden könnte.
Ich werde wohl bis zum Termin noch tausend Mal hin und her überlegen und hoffen das mir noch eine hilfreiche Idee kommt, wie ich das Ganze zu meinen Gunsten beeinflussen kann. Eigentlich sollte ja das Gute siegen, aber wer weiß wie sich das genau definiert. Für meinen Gegner wäre es gut dass die Klage komplett abgewiesen wird und das erstinstanzliche Urteil außer Kraft gesetzt wird. Nachdem was ich bisher hier in Ungarn erlebt habe, wo Richter den Zeugen keinen Glauben schenken, wo Dokumente gar nicht eingesehen werden und wo alleine das Wort der besseren Argumentation ohne Beweiskraft ausreicht um ein Urteil zu finden, bin ich auch diesmal auf alles gefasst.
So jetzt werde ich mich Mal in der Dusche aufheizen, als Vorbereitung für die Verhandlung, und danach mich mit kalten Wasser abschrecken, als Sinnbild der möglichen kalten Dusche durch das Urteil. Gott gebe der Richterin die Menschlichkeit gerecht zu urteilen, ohne sich von der momentanen politischen Lage beeinflussen zu lassen, mir die richtigen Argumente meine Überlegungen in der Verhandlung sicher vorzutragen und sie mit den notwendigen Beweisen abzusichern.


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Es mußte ja was schief gehen oder?

Beitrag  berton am Mo Sep 27, 2010 5:55 pm

Ich bin verdammt, weitere 3 Wochen mit der Ungewissheit herum zu laufen, da zur heutigen Verhandlung der Dolmetscher krank wurde und deshalb wurde die Verhandlung auf den 18.10 verschoben.
Interessant war das der Gegenanwalt eine außergerichtlichen Einigung nicht ausschloss, wobei die Bedingungen, die der Ungar über seinen Anwalt vorschlug definitiv unakzeptabel waren.
Wieder einmal versucht man mich zu erpresse. Er überträgt mir das Land komplett, wenn ich auf die Forderungen aus dem Prozeß verzichte, ihm das Seegrundstück überlasse, zudem die Subventionen die er zu Unrecht beantragt hat und ihm ausgezahlt wurden. Doch damit nicht genug. Ich soll auch auf die Forderungen von umgerechnet 6000 Euro verzichten, die ich bereits mit anderen Urteilen gegen ihn erstritten habe und für die ich einen Titel habe.
Ich habe dem Anwalt vorgeschlagen nochmals mit seinem Mandanten zu sprechen, da es sich hier nur um eine Teilklage handelt, die im Falle der Eigentumsübertragungsscheiterung weitere Schadensersatzprozesse nach sich ziehen wird und das ich ihm keine ruhige Minute mehr lasse, bis ich mein Geld bekomme.
Vielleicht hat dies ja Wirkung gezeigt, da er sich bereit erklärte mit seinem Mandanten nochmals zu sprechen und mir bis nächste Woche ein neues Angebot zu machen.
Anstrengender Tag heute, obwohl ich eigentlich nichts gemacht habe. Ich denke ich werde mich mal aufs Ohr hauen.

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Man glaubt es kaum

Beitrag  berton am Mi Sep 29, 2010 9:13 am

Seit 27.9. ist das Schnapsbrennen in Ungarn straf und steuerfrei. Hurra es lebe der Suff und der Fussel läuft in Strömen. So in etwa mutet es an, wenn man dies bewertet. Mich wundert ja gar nichts mehr hier in Ungarn. Die Arbeitslosenquote steigt, die Bauern bekommen ihre Waren nicht mehr los, die Regierung ist bis über den Kopf verschuldet. Wen wundert es dann wenn man den Frust im Alkohol ertränkt und da kein Geld für diesen vorhanden ist, erlaubt man den Leuten sich selbst zu behelfen und ihn zu erzeugen. 50 l Alkohol pro Kopf dürfen steuerfrei für den eigenen Bedarf gebrannt werden. Ist doch ok oder? Das sind ein Liter pro Woche bei einer Familie mit 2 Kids ist es bereits fast ein halber Liter pro Tag für die Familie. So wird das Leben gleich um vieles erträglicher.
Die Kosten dieser Maßnahme für das Gesundheitssystem in Ungarn lasse ich Mal außen vor, wie auch das man mit einem erhöhten Alkoholpegel wohl nicht besonders motiviert ist zu arbeiten.
Ich habe festgestellt, dass es nichts bringt gegen das System zu rebellieren, weil es die Mentalität der Ungarn widerspiegelt. Ich werde mich anpassen und die kleinen Hintertürchen, durch die sich die Ungarn am EU-Topf bedienen ebenso nutzen.
Ein kurzes Beispiel. Ich war beim Bürgermeister, weil ich gehört habe, dass es für die Förderung des Tanyatourismus nicht rückzahlbare Fördergelder der EU gibt. Ich dachte mir dabei, dass ich auf diese Weise Ferien auf dem Bauernhof anbieten könnte und somit einen Zuschuss zur Renovierung bekommen könnte.
Was mir angeboten wurde verschlug mir die Sprache.
Er meinte an welchen Betrag ich den gedacht hätte? Es gäbe da 20 Mio. HUF (etwa 70.000Euro), die er mir anbieten könnte, wobei 80 % als nicht rückzahlbarer Zuschuss wäre und ich aber die restlichen 20% als Bargeld nachweisen müsste.
Ich hatte eigentlich an 1 Mio. gedacht, um einige Renovierungen durchzuführen. Wenn auf diese Art und Weise Gelder der EU fließen und dem Antragsteller ansonsten keinerlei großartige Auflagen gemacht werden, nur das man an Rechnungen nachweisen muss wo das Geld geblieben ist und das Haus auch dann tatsächlich dem Tourismus öffnet frage ich mich ernsthaft, wieso ich dies nicht annehmen soll.
Ich muss bis nach dem 3.10. warten, kommunal Wahlen in Ungarn, und dann einen neuen Termin mit dem Bürgermeister machen, um den Antrag zu stellen, der aber erst nächstes Jahr zum tragen kommen kann, weil für dieses Jahr die Töpfe bereits leer sind. Wieso wundert es mich nicht das es so ist Wink, denn so ein Angebot auszuschlagen grenzt an Dummheit.
Na ja man lernt halt nie aus und dieses Beispiel zeigt mir wieder einmal, das mit harter Arbeit kein Reichtum möglich ist.

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so im Oktober angekommen.....

Beitrag  berton am Fr Okt 01, 2010 10:23 pm

Das Jahr neigt sich so langsam zu Ende und ich habe es bisher eigentlich gut überstanden trotz der vielen Fußangeln, die mich zu Fall bringen sollten. Ich habe mich überwiegend an meine Rauhnachtslegung angelehnt und auch wenn es mir manchmal unlogisch erschien scheint was wahres dran zu sein.
Für diesen Monat ist abwarten und auf mich zukommen angesagt, genauso wie von dem was zurück geben was ich empfangen habe.
Der Stern und 10 Kelche (Die Sattheit).
Ich merke zu sehens wie ich mich immer weiter verändere, das Geld nur noch Mittel zum Zweck ist und nicht mehr Lebensinhalt.
Es ist mehr ein Spiel, ein ausprobieren welche Möglichkeiten sich bieten.
Ich bin mal gespannt was das Jahr noch bringt.

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Erkenntnis

Beitrag  berton am So Okt 03, 2010 7:48 am

Gestern ist es mir wieder aufgefallen, wie genial doch der Mensch ist,Smile, besonders ich.
Problemlösungen scheinen mein Hobby zu werden, vor allem wenn man einer neue Herausforderung begegnet.
Ich habe seit etwa 1 Woche eine Kaffeemaschine, "Saeco Magic de Luxe", die ich im Internet ersteigert habe. Ich hatte mich ein wenig geärgert, weil der Verkäufer angab, das sie undicht wäre und er sich die Kosten der Reparatur nicht leisten wolle. Was er aber verschwieg ist, dass er bereits selbst daran rumgefummelt hat. Das ist ersichtlich an den abgebrochenen Plastikteilen im Inneren. Sei’s drum. Ich habe mich im Netz schlau gemacht und siehe da, es gibt da ein extra Forum, wo man super Unterstützung bekommt. Trotzdem war ich gestern kurz mit meinem Latein zu ende. Nach lokalisieren der Fehlerquelle durch den Ausbau, der Überprüfung und wieder in den Ursprungszustand versetzt, ging absolut nichts mehr. Auch das Forum half mir dabei nicht weiter. Ich versuchte es mir zu visualisieren, wie der Ablauf der Maschine sein müsste und siehe da, ich fand den Fehler und die logische Begründung dafür. In der Maschine ist ein Temperatursensor eingebaut, der im Boiler die Temperatur überwacht. Da ich das Gerät durch das Austauschen der Schläuche Wasserlos machte, war auch im Boiler keines mehr vorhanden, auf das der Temperaturfühler hätte ansprechen können. Um eine Überhitzung zu vermeiden wird daher erst dieser Wert abgefragt und wenn da kein ok kommt schaltet da Gerät nicht ein. Ein Entlüften brachte dann die Lösung. Was ich damit sagen will. Ich habe seit ich hier in Ungarn bin gelernt zu visualisieren und somit einen Zustand erreicht, indem ich mich in die jeweilige Situation hinein katapultiere. Vorort angekommen geht alles viel leichter, da ich dann ein Teil der Funktion oder des Mediums werde und somit verstehe was da abläuft. Ich kann dann die geeigneten Maßnahmen treffen oder ein Teil ersetzen. Ist doch toll nicht wahr?

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Lecher Espresso aus der Maschine

Beitrag  berton am So Okt 03, 2010 11:29 pm

Sie läuft, meine Kaffeemaschine und macht einen herrlich aromatischen Kaffee. Ich habe es trotz aller Skepsis tatsächlich geschafft sie zum laufen zu bringen. Es hat mich viel Hirnschmalz und Geduld gekostet, von der Zeit ganz zu schweigen. Das Erfolgserlebnis entschädigt aber für alles.
Ich bin mittlerweile echt gut geworden, was das Instand setzen von Irgendetwas betrifft. Eigentlich könnte ich dies ausbauen und somit unser knappes Budged aufbessern.
Kaffeemaschinenreparatur als Winterheimarbeit, hihi.
Na ja der Gedanke ist ja gar nicht so abwegig, da diese Maschinen gesucht sind. Es handelt sich um die letzten vor der Billigware aus dem Osten, Made in China.
Ich habe mal gesurvt und festgestellt, das viele defekte angeboten werden. Wenn die teuren Transportkosten nicht wären.
Ich schlafe Mal drüber, vielleicht kommt mir ja eine Idee wie ich diese Vermeiden kann.
Eigentlich sollte man einen Abhol und Verpackungsservice gründen.
Wäre doch gail, wenn man egal von wo jemand beauftragen könnte als Käufer die Ware vom Verkäufer abzuholen und den Versand zu organisieren. Viele bieten nur Selbstabholung an oder schlagen mit den Verpackungs- und Versandkosten kräftig zu, um sich da noch eine goldene Nase zu verdienen.

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Boah ist mir schlecht

Beitrag  berton am Mo Okt 04, 2010 9:31 am

Heute Morgen habe ich mir zuerst Mal einen Espresso gemacht mit der gestern reparierten Maschine. Der Geschmack sucht Seinesgleichen. Es gibt ja 3 Möglichkeiten Kaffee zu zubereiten. Ich habe die kleinste Tasse, eben Espresso gewählt. Das hätte ich Mal lieber lassen sollen. Kurz nach dem trinken entfaltete der Kaffee seine volle Wirkung. Er war wohl für mich zu stark, denn ich bekam Schweißausbrüche und Herzflattern. Zusätzlich war mir spei übel, sehr zur Belustigung meiner Frau, der es nichts ausgemacht hat. Ich wusste gar nicht, das Kaffee so eine Wirkung haben kann, zumindest hatte ich bisher noch nie so einen starken Kaffee getrunken.
Bin ja Mal gespannt wie lange die Wirkung anhält. In Zukunft werde ich wohl die Variante mit dem großen Symbol wählen und mir aufgeschäumte Milch dazu mischen. Alles in allem aber ist es eine feine Sache. Durch den enormen Druck von 15 bar, ist die Ausbeute aus dem Kaffe wirklich gewaltig.
Ich habe Mal vorgefühlt in Netz nach gebrauchten, teils defekten Maschinen. Mal sehen ob ich einige davon günstig ergattern kann. Ich denke Mal das es hier in HU einen Markt für diese Geräte gibt und fit bin ich ja diese zu reparieren.
Das Wetter ist bei uns herbstlich, die Sonne hat ihre Kraft verloren. Bin ja mal gespannt ob ich die letzte Ladung Futter noch trocken reinbringe. Im Gegensatz zu früher, wo ein bis zwei Tage ausreichte um das Gras zu trocknen, braucht es jetzt schon fast eine Woche. Ich denke ich kann es gegen Nachmittag versuchen die Presse anzuwerfen.
Damit wäre dann die Futterbeschaffung für dieses Jahr abgeschlossen. Ich werde mich dann an die Renovierung des Hauses machen, Kachelofen aufbauen, Fliesen und verputzen der Wände, da diese ein wenig zu rustikal sind, Wink. Ich habe die alten Schichten vom Kalkanstrich schon abgekratzt. Leider sind auch lose Lehmbrocken dabei mit abgelöst worden, die ich jetzt wieder aufbringen muss.
Arbeit scheint es hier immer zu geben und wer sich bewegt rostet nicht, oder?
Ich werde also in Zukunft das Haus instand setzen und in den Abendstunden mich mehr mit dem Online verdienen auseinandersetzen, da dies wohl eine lohnende Sache zu sein scheint.

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Re: Der Weg ins nichts

Beitrag  berton am Mi Okt 06, 2010 4:10 pm

Menno, es hätte doch so schön sein können. Ich bin gerade richtig in meinem Element, dem Renovieren unseres neuen Hauses. Ich bin schon ein ganzes Stück weiter gekommen und heute war ich in Szeged und wollte den neuen Balken abholen, den ich bestellt hatte. Das Problem war, die Länge des Balken ist 6m mein Auto (Bulli T4) jedoch nur 3m max, wenn ich die Sitze umklappe. Na ja, ich wollte es trotzdem probieren und habe mir im hinteren Bereich einen Bock aufgestellt, der das Gewicht und die Schräglage ausgleichen sollte. Damit der Balken nicht nach oben ausweichen kann, habe ich mir eine Hilskonstruktion zurecht gesägt, die zwischen dem Banken und Dach eingeklemmt werden sollte. Leider habe ich die Rechnung ohne meinem Helfer gemacht. Nachdem ich den Balken soweit hinein getragen hatte und ich den Bock darunterstellen wollte, senkte mein Helfer den Balken vorher ab und beschädigte meine Windschutzscheibe damit. Supi, mehr Schaden als die ganze Sache Wert war. Wie reagiert man wenn einem sowas passiert. Als Eigentümer von Beidem bin ich wohl selbst schuld, denn der Andere hat ja nur geholfen, oder? Ich habe die Aktion abgebrochen und eigentlich so wie ich es in solchen Situationen immer mache, erst Mal das Weite gesucht. In solchen Momenten ist schnell Mal was falsches gesagt.
Ich werde es morgen nochmals versuche, aber diesmal mit einem Anhänger.

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nix wie Ärger

Beitrag  berton am Do Okt 07, 2010 10:31 pm

Tja es ist wieder einmal soweit. Ich ärgere mich mal wieder. Zum einen auf den angeblichen Käufer unserer Kürbisse und zum anderen über einen Ebay Verkäufer.
Ich kann gar nicht sagen was mich mehr aufregt.
Wir haben letztes Jahr um diese Zeit eine geringe Anzahl von Backkürbissen verkauft. Der Käufer meinte, das er große Mengen braucht und ob wir uns nicht vorstellen könnten größere Flächen anzubauen. Er versprach uns, dass er uns die ganze Ernte spätestens Ende September abnimmt. Leider kam es nicht mehr dazu zu diesem Zeitpunkt dies auch schriftlich zu fixieren. Wir haben bereits nach Ende September, eine größere Menge angebaut und der erste Frosteinbruch könnte bevor stehen. Wir werden Woche für Woche vertröstet. Tja das war’s wohl wieder Mal, Satz mit X, war wohl nix. Wenn wir nicht schnell einen anderen Abnehmer finden haben wir einen immensen Schaden, durch den Verlust des Gewinns, der investierten Summe für das Saatgut, der geleisteten Arbeit, der Bewässerung, dem Dünger und somit dem positiven Ergebnis unserer Bemühungen.
Ich werde auf jeden Fall nicht so schnell aufgeben. Wäre doch gelacht, wenn ich nicht einen anderen Käufer für unseren Biokürbisse finde.
Das andere kann ich nicht wirklich nachvollziehen und ich muss sagen es macht mich echt richtig sauer. Ich habe ein makelloses Image bei Ebay. Keinerlei negative Bewertungen und so sollte es auch bleiben, da ich immer bemüht bin, meine Verträge prompt zu erfüllen.
Doch diesmal bin ich echt erstaunt wie dreist Verkäufer in Ebay sind.
Ich kaufte bei einem Gewerblichen und nachdem ich die Zahlung durchführen wollte, stolperte ich über die unverschämten Versandkosten die vorher nicht genannt wurden.
Ich schrieb den VK an mit der Bitte die Versandkosten zu reduzieren, da sie mehr als 3fach so hoch waren, wie bei ähnlichen Artikeln. Er machte ein Fass auf, schrieb dass ich ein Dummkopf wäre und keine Ahnung habe.
Ich muss mir das, bei einem Artikel für 3,95 Euro, nicht geben und trat nach dem Fernabsatzgesetz ohne Angabe von Gründen zurück. Dies teilte ich dem VK schriftlich mit. Ich bekam eine Mail, indem er schrieb, dass der Betrag lächerlich gering wäre und für ihn die Sache erledigt wäre. Erstaunt hat mich danach, das er bei Ebay einen Fall wegen einem nicht bezahlten Artikel aufmachte. Halt ich´s noch aus?
Ebay droht mir jetzt mit Konsequenzen wenn ich nicht bezahle, obwohl er gewerblich ist und ich nur mein Recht wahre.
Na ja ich werde mir dies nicht gefallen lassen. Für den Fall das es Konsequenzen für mich hat werde ich dagegen vorgehen.
Kann es nicht einfach Mal ohne rechtliche Konsequenzen ablaufen?
Durch meine Vergangenheit habe ich mir bereits mehrfach die Finger verbrannt, weil ich zu nachsichtig war. Ich habe mir geschworen mir nichts mehr gefallen zu lassen und mich jetzt immer zu wehren, ganz egal wer und was es ist.
Ob dies der richtige Weg ist?
Wir werden sehen.

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ein neuer Lebensabschnitt?

Beitrag  berton am So Okt 10, 2010 11:40 am

So, das Jahr neigt sich dem Ende zu und das Ziel ist fast erreicht. Vorgestern haben uns wieder zwei Pferde verlassen, so dass es sich jetzt auf 3 reduziert hat.
Es ist für mich nicht nachvollziehbar, denn irgendwie werde ich immer gefühlskälter.
Ich habe manchmal das Gefühl unter einer riesigen Käseglocke und alles nur noch in einem undefinierbaren Zustand zu erleben. Alles in meinem Leben ging irgendwie in rasender Eile an mir vorbei. Erst jetzt wird mir bewusst das es endlich ist, alles was ich gelernt, erlebt und gelitten habe, die Freuden, das erstaunen, das Aha so geht das also, alles ist endlich.
Ich habe verstanden, dass es nicht darum geht etwas zu erreichen, das imaginäre Ziel oder sonst irgendetwas, sondern dass man einfach ist und war.
Wenn ich so anschaue was ich alles bereits probiert habe:
Großhandelskaufmann, Kommunikationselektroniker, Hardwarespezialist, Schweißer, Berufskraftfahrer, Markthändler, Schmuckdesigner, Bildhauer, Pferdezüchter, Landwirt…..
Ich habe so einiges gelernt, was mir im täglichen Umgang zu Gute kommt.
Leider habe ich immer noch nicht das gefunden, was man dazu braucht um sich zur Ruhe zu setzen und es gut sein lassen kann.
Ich werde noch zu oft von den täglichen Dingen heraus gefordert und versuche den Gang der Welt zu verändern, als es den Anderen zu überlassen und sich heraus zu halten, obwohl sich das in letzter Zeit immer mehr verändert.
Vielleicht sollte ich es akzeptieren, das alles was ich im außen versuche im Außen auch manipulierbar und somit gegen steuerbar ist.
In meinem inneren bin ich derjenige der das sagen hat und somit ist es effektiver.
Ein Zeichen das es Zeit wird dies auch so anzuwenden ist meine ständige Müdigkeit. Der Körper setzt die Grenzen, die ich mir zu oft nicht zugestanden habe. Vielleicht ist es ja deswegen gut, dass ich durch den Verkauf der Pferde zurückschalten kann.
Ich dirigiere jetzt mehr. Meine Frau und Ihre Eltern werden wohl in Zukunft die Landwirtschaft weiterführen. Ich bin auf der Suche nach mir und das was meine Erfüllung im Leben ist. Die Grundsteine das dies auch funktioniert habe ich gelegt. Egal was passiert, meine Frau ist für die Zukunft gewappnet und es liegt jetzt an ihr, dies zum positiven für sich aufrecht zu halten. Ich denke dass der Ansatz “Jemanden in die Lage zu versetzen das er sich selbst helfen kann“ besser ist als „jemanden in Abhängigkeit zu halten.“
Ich werde wohl in der Zukunft mehr die Berater Tätigkeit einnehmen.



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kleine Sorgen und große, oder wie lenke ich meine Aufmerksamkeit um

Beitrag  berton am Di Okt 12, 2010 10:13 pm

Die Zeit läuft uns davon und immer noch sitzen wir auf den produzierten Kürbissen, weil sich der Abnehmer alle Zeit der Welt nimmt.
Tja so ist es halt als Landwirt. Ein Jahr verliert man, weil das Wetter nicht mitspielt, ein anderes weil sich Händler nicht an die Spielregeln halten.
Wir haben unser bestes gegeben, um eine gute Ernte zu erzielen. Im Gegensatz zu unseren Nachbarn haben unsere Kürbisse das, was man als sichtbare pure Gesundheit bezeichnet. Sie strotzen geradezu. Ich esse jeden Tag anstelle von Kartoffeln diesen Butternut Kürbis. Er ist wohlschmeckend und hat die Gesundheit praktisch in seinem Inneren gespeichert durch die vielen Vitamine und anderen Inhaltsstoffe.
Tja, aber 20 to sind dafür wohl zuviel, wenn man sie selbst verwerten will, auch wenn sie bis zu 6 Monate bei optimaler frostfreier Lagerung haltbar sein sollen.
Ich hoffe Mal, das dies nicht wieder unter schmerzliche Erfahrung verbucht werden muss.
Auch im Netz hier in Ungarn hat sich bisher kein Käufer gemeldet. Es ist zum aus der Haut fahren.
Ich habe heute mit den Renovierungsarbeiten der neuen Tanya angefangen. Sie besteht überwiegend aus Lehmwänden, die ursprünglich hier angewendete Bauweise. Ich habe mich schon mehrfach als Lehmbauer betätigt. Es ist billig, effektiv und biologisch. Die Technik habe ich mir angeeignet. Es ist schon erstaunlich wie man mit ein wenig Stroh und lehmreichen Boden eine Stabile Wand herstellen kann. Genauso einfach sind Reparaturen. Durchzuführen. Ich habe begonnen die Wände zu begradigen, indem ich sie zuerst mit dem Beil bearbeitet habe, damit ich nicht zuviel auftragen muss. Früher haben sie anscheinend keinen Wert auf Wasserwaagen gelegt.
Bin ja Mal gespannt ob ich mich als Kachelofenbauer betätige. Ist für mich ja eine neue Herausforderung. Den Hauptbalken in der Decke sollte ich auch auswechseln, da die Decke bereits durchhängt.
Das wird wohl die schwierigste Aufgabe werden, da die Decke abgestützt und abgehoben werden muss. Die Differenz vom tiefsten zum höchsten Punkt sind etwa 15 cm. Die Querbalken sind demnach auch verzogen. Ich habe mir gedacht, um die Spannung heraus zu nehmen, dass ich sie in der Mitte durchsäge, dort wo sie auf dem Hauptbalken aufliegen und sie dann Einzeln anhebe. Es wird auf jeden Fall eine spannende Sache. Ich werde wohl hier auch ein Bautagebuch mit einführen. Vielleicht kommen ja noch Andere in solche Situationen oder finden sogar Gefallen daran sich darin zu versuchen.
Das ausbessern der Lehmwände nehme ich mit den blanken Händen vor. Ich mische das Stroh unter die Lehmerde, ähnlich einem Pizzateig, den man auf dem Tisch schlägt. Wenn sich dann das Stroh mit dem Lehm richtig vermengt hat, nehme ich es in die Hand und bewerfe die Wand damit. Ich achte darauf, dass sich die Fladen überlappen, so dass die Strohhalme sich miteinander verflechten. Durch die bestehende Wand, die absolut trocken war, bevor ich sie anfeuchtete, entzieht der Masse sehr schnell die Feuchtigkeit. Ehe man es sich versieht, entsteht eine stabile Schicht. Ich werde Morgen mal ein paar Fotos einstellen.



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Die Stunde der Besinnung

Beitrag  berton am Sa Okt 16, 2010 11:07 pm

Heute komme ich wieder Mal dazu etwas zu schreiben. Ich war sehr beschäftigt mit dem neuen Haus. Vor lauter Arbeit habe ich die Fotos ganz vergessen, aber ich hole es nach, versprochen.
Ich komme gut voran, die eine Wand habe ich mittlerweile begradigt und neu mit Lehm verputzt. Zwischendrin habe ich Holz gesägt für den herannahenden Winter.
Es ist schon eine ganz schöne Arbeitserleichterung die wir haben durch den Verkauf der Pferde. Ich wusste gar nicht mehr, wie viel Zeit ich darin eigentlich investiert habe. Diese Zeit, die ich jetzt dazu gewonnen habe, habe ich bitter nötig.
Wir haben auch wieder neuen Mut geschöpft, was den Verkauf der Kürbisse angeht. Ich habe sie online gestellt und nächste Woche wollen ein paar Interessenten vorbei kommen. Vielleicht bringen wir sie ja doch noch zu einem vernünftigen, der Arbeit, die wir rein gesteckt haben, angemessenen Preis.
Am Montag stehe ich wieder vor Gericht. Die letzte Verhandlung, die wegen der Erkrankung der Dolmetscherin ausgefallen ist, wird dann fortgesetzt.
Ich weiß immer noch nicht wie ich reagieren soll, obwohl mittlerweile 3 Wochen seit dem letztem Termin vergangen sind.
Die Frage die sich mir stellt ist, ob ich die zusätzlichen Felder brauche um glücklich zu sein, oder ob ich loslassen kann und meinem Leben eine neue Richtung gebe.
In letzter Zeit denke ich oft darüber nach, ob ich die richtige Wahl getroffen habe, mit dem konfrontativen Leben das ich führe.
Ich sehne mich nach mehr Ruhe, Zeit für mich und vielleicht ein paar Tage Urlaub.
Ja so langsam neigt sich das ganze dem Ende zu. Es wird noch einen großen Schlag geben, in dem ich mir zurückhole, was mir gehört und das auf legalem Wege.
Spätestens am Montag sollte ich eine Entscheidung getroffen habe, vor allem eine kluge.
So jetzt werde ich Mal für heute beenden und Boxen schauen. Es wühlt mich immer so schön auf. Very Happy

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gestrandet

Beitrag  berton am So Okt 24, 2010 6:47 pm

Jetzt hat es mich doch tatsächlich erwischt. Ich bin gestrandet in Rumänien, weit von zu Hause weg und ohne jemanden zu kennen. Ich habe meine Schwiegereltern nach Hause gebracht und auf dem Rückweg ist mir mein Bus kaputt gegangen, Motorschaden.
Es ist enorm schwierig für mich hier, da ich kein rumänisch spreche. Ich habe mir damit geholfen, das ich die Leute ins Internetcafe geschleppt habe und Google als Übersetzer genommen habe.
Ich bin echt stolz auf mich, das ich auch in solch einer Extremsituation einen kühlen Kopf bewahre.
Ich habe die letzten Tage viel nachgedacht, über mein Leben, was ich erreicht oder nicht habe und wie meine mögliche Zukunft aussehen soll.
Ich denke jetzt mittlerweile Erwachsener, das bedeutet das ich mir über die Tragweite meiner Entscheidungen bewusst bin.
Die vergangene Gerichtsverhandlung endete damit, weil beide signalisierten, das ein Kompromiss nicht ausgeschlossen ist, das die Richterin einen Zeitraum von 6 Monaten festgesetzt hat, wo wir uns das überlegen können, ob ein Kompromiss erzielt werden kann.
So geht alles seinen Weg.
Unsere Kürbisse haben wir jetzt auch noch losbekommen, zu einem annehmbaren Preis, der jetzt wohl für die Reparatur des Autos drauf gehen wird.
Wie gewonnen so zerronnen. Ich hoffe nur die wissen was sie machen, wen sie morgen den anderen gebrauchten Motor einbauen und ich meine Heimreise antreten kann. Meine Frau ist jetzt alleine zu Hause, was extrem gefährlich ist, da wir wie ich schon oft geschrieben habe mitten im Niemandsland wohnen.
Ich bin ja froh das wir einige Hunde haben, die die Stellung im Notfall hoffentlich halten können.
Internet ist eine feine Sache. So konnte ich eine Verbindung nach Hause aufbauen und übers Netz mich melden.
Schade ist nur, das mein Lapi kaputt ist, der Akku lässt sich nicht laden, sonst könnte ich von überall Verbindung aufnehmen und skypen.
Ich habe zwar hier einen PC aber keine Kommunikationsmöglichkeit, da kein Micro.
Na ja ich werde es überleben, morgen Abend weiß ich mehr. Dann soll der Motor bereits eingebaut sein und ich kann meine Heimreise hoffentlich fortsetzen.
Ich werde aber nicht umhin kommen mir einen Ersatz zu suchen, da mein Bulli so langsam in die Jahre kommt. Bj. 1991 mit mittlerweile 500.000 km auf dem Buckel.
Ist ne verteufelte Sache wenn einem die Zylinderkopfdichtung flöten geht. Vor allem wenn sie in Richtung Wasserkreislauf durchbricht und den ganzen Kühler dicht machen.
Mal sehen wie wir das Morgen lösen können, da der Durchfluss unterbrochen ist. Ich werde es Mal mit Spüli und heißem Wasser versuchen, vielleicht unterwandert es da Öl und hebt die Bindung auf, damit der Durchfluss wieder gewährleistet ist.
So ich werde dann Mal ein wenig essen zu mir nehmen und mich dann auf den Weg machen.
Vielleicht ist es ja die letzte Nacht in diesem fremden Land. Ich fühle mich hier richtig gehend unwohl, was wohl an der Mentalität der Leute liegt und der Ausstrahlung die auf mich befremdlich wirkt im Gegensatz zu den Ungarn.
Also dann Mal gut für heute.

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leider leider leider

Beitrag  berton am Mo Okt 25, 2010 9:01 pm

Es hat nicht sein sollen. Man hat mich äber den Tisch gezogen und meine Notlage schamlos ausgenutzt. Der versprochene Motor war ein Reinfall, er spuckt Öl und hat keine kompression. Bezahlt ist er bereits, Garantie keine und die Arbeitskosten für den Austausch waren auch fällig.
Ich habe deshalb notgedrungen eine Ersatzmöglichkeit gesucht und gefunden. Mich, mein Auto und der Anhänger werden morgen per autoanhänger nach Ungarn transportiert. Ich habe den Anhänger zerlegen müssen, sprich die Achse ausbauen, die Kotflügel abflexen um ihn so in den Bus hinten rein zu bekommen.
Der ganze Spaß hat mich nochmals ein Vermögen gekostet, so das ich sagen kann, das die Einnahmen die wir für den Verkauf unserer Produkte erzielt haben drauf gehen.
Aber was bleibt mir anders übrig, als meine Dummheit, meine Schwiegereltern nach Hause zu bringen, obwohl ich es abgelehnt hatte, auszubaden. Das ist die Quittung für das, das ich nicht dabei geblieben bin.
Die Familie von ihr hat mich im Stich gelassen. Obwohl ihr Bruder ein Auto hat und nur 100 km entfernt wohnt, musste ich in einem Land, dessen Sprache ich nicht spreche mich abzocken lassen.
Es ist mir eine Lehre gewesen. Ich werde meine Meinung über diese Familie nicht mehr revidieren und auf Abstand gehen. Ich habe keine Lust mich ständig ausnehmen zu lassen und noch dazu wenn ich Hilfe brauche sowieso allein dazustehen.
Ich hatte per Internet mit meiner Frau darüber eine Auseinandersetzung. Sie findet das Verhalten ok, es wäre ja mein Problem, sprich mein Auto.
Ich bin fast ausgerastet. Bevor ich etwas sage was ich bereuen könnte verlies ich den Chat.
Ich verstehe nicht, wieso ich immer in solchen Situationen alleine stehe und einen Ausweg finden muß.
Dies war bisher immer der Fall. Bin ich vielleicht meiner Zeit voraus und deswegen stoße ich überall an?
OK ich habe bisher immer eine Lösung gefunden und mich aus der Sch... gezogen, aber es wäre schön, wenn es auch mal anders wäre.
Na ja wenn alles gut geht bin ich Morgen wieder zu Hause. Ich hoffe ja das meine Transportmöglichkeit Wort hält. Bezahlen musste ich im voraus und der Bus ist bereits auf dem Trailer, de er mit genommen hat. Morgen früh will er mich abholen. Wenn es doof läuft, bin ich das Geld, den Bus und den Anhänger los. Aber so weit will ich jetzt gar nicht denken, sondern hoffen das alles gut geht.
Wir werden sehen. So jetzt wird es Zeit, damit ich morgen fit bin.

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Pleite aber zuhause

Beitrag  berton am Mi Okt 27, 2010 11:09 pm

Endlich wieder zuhause, mit einem Sack schlechter Erfahrungen. Gestern Abend bin ich hier mit Sack und Pack eingetroffen, quasi als blinder Passagier in einem überfüllten Ford Transit, dessen Ziel Italien war.
Ich hatte die ganze Zeit nur einen halben Sitzplatz was die Fahrt zur Tortur machte. Am Grenzübergang musste ich aussteigen um diese zu Fuß zu überqueren und wurde auf der ungarischen Seite wieder eingesammelt. Aber sei’s drum, ich bin wohlbehalten hier angekommen, zwar total pleite, was meinen Geldbeutel und das Bankkonto betrifft, aber eben zuhause.
Ich habe heute gleich den Anhänger aus dem Bus gehievt und wieder zusammengebaut. Morgen schweiße ich noch die Kotflügel dann ist wenigstens bei ihm der Urzustand wieder erreicht. Tja das wird jetzt extrem hart, denn der Winter steht vor der Tür, die Felder sind nicht bestellt, weil ich kein Geld für das Diesel habe und das Auto ist kaputt. Jetzt ist guter Rat teuer. Mir wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als mich selbst an die Reparatur heran zu wagen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Eigentlich dürfte es ja gar nicht so schlimm sein, ist ja auch nur ein Motor und bevor ich nicht jede Möglichkeit ausgenutzt habe sollte ich wohl nicht verzweifeln. Wofür gibt es Internet.
Schlimm ist aber auch, dass ich bestimmte Dinge wie Hundefutter nicht kaufen kann. Sie werden wohl jetzt mit Backkürbis, Kartoffeln und das ganze gebraten in ein wenig Fett zufrieden sein müssen, bis ich eine andere Möglichkeit gefunden habe. Wenigstens ist im kleinen Traktor noch ein wenig Diesel, damit ich die Säge betreiben kann um Brennholz zuzuschneiden.
Aber wir schaffen das schon, wäre ja nicht das erste Mal, dass wir vor solch extremen Herausforderungen betroffen sind. Die Truhe und der Keller ist voll, so das Lebensmittel vorhanden sind, Wasser kommt aus dem Brunnen, so das auch da kein Problem auftritt.
Mal sehen vielleicht kann ich irgendetwas versilbern um wenigstens das Nötigste zu kaufen.
Eigentlich war ich todmüde, aber ich konnte wieder einmal nicht einschlafen. Mein Alptraum hat sich angekündigt und ich gerade noch mal die Kurve bekommen, indem ich mich gezwungen habe aufzuwachen.
Wenn ich nur wüsste was der Traum mir zu sagen hat und wieso ich so panische Angst davor habe, das ich keinen Laut herausbringe.
Ich bin wie gelähmt, sehe dem Grauen ins Gesicht und das einzige was ich im Gedanken habe ist zu schreien, aber meine Stimme versagt.
Vielleicht wird es ja jetzt besser, ich versuche es auf jeden Fall noch einmal.
Eigentlich sollte ich doch die Durststrecke hinter mir haben, es lief doch bis letzte Woche alles hin zum Positiven, wieso eigentlich jetzt der Rückschlag.
Eine Finanzspritze von außen wäre jetzt etwas feines, aber ich denke das wir wohl ein Traum bleiben, da die Gelder immer in andere Kanäle fließen. Eigentlich hatte ja der ungarische Staat angekündigt, das die EU Subventionen im Oktober ausgezahlt werden sollten, was vermutlich von der EU an Ungarn auch geschehen ist, diese aber wohl das Geld für ihren Haushalt benötigt und die Auszahlung sich wieder einmal verschiebt. Die Subventionen vom letzten Jahr bekamen wir auch erst heuer Ende Juni.

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wenn man denkt es geht nicht mehr......

Beitrag  berton am Fr Okt 29, 2010 9:10 am

Na wer sagt es denn, wenn die Not am größten ist, steht mir mein höheres Ich beiseite. Ich habe heute auf meinem Konto einen Teil der Subventionen vorgefunden, das heißt dass wir wieder flüssig sind. Jetzt muss ich nur noch mein Auto wieder in Schuss bekommen, dann wäre ich wieder im Spiel.
Es ist schon erstaunlich wie sich in meinem Leben die Zukunft gestaltet und welche Rolle meine Einstellung spielt. Mein Motto war immer nicht aufzugeben, zu kämpfen und den Kopf über dem Wasser zu halten. Ich finde es nur ziemlich anstrengen immer wieder im Gefühlschaos zu enden, wo ich verzweifelt nach Auswegen suchen muss.
Ich werde wohl jetzt neu planen müssen.
Es steht auch immer noch der Konflikt mit dem Ungarn an, wo die Richterin eine vorläufige Einstellung verfügt hat, um eine Verhandlung über einen Kompromiss zu ermöglichen.
Der Ungar meldet sich nicht, sein Anwalt meinte ich soll meine Vorschläge an ihn einreichen, er würde es dann weiter geben.
Ist das der Weg?
Sollte es nicht gerade anders herum laufen, denn schließlich bin ich im Recht, habe die Urteile gegen ihn in der Hand und somit muss ich keinen Kompromiss schließen.
Ich weiß deshalb immer noch nicht wie ich vorgehen soll.
Ich hatte mir überlegt, ihm eine Frist von 2 Wochen zu setzen mir Vorschläge zu unterbreiten und nach verstreichen dieser Frist dem Gericht mitzuteilen, das die Verhandlungen gescheitert sind und ein Urteil einzufordern.
Na ja es wird nicht einfach werden, aber das bin ich ja mittlerweile gewöhnt.
So dann werde ich wohl mal wieder, meine Tiere warten und ich werde versuchen jemanden zu bekommen, der die notwendigen Einkäufe für mich macht, bis mein Bullig wieder einsatzbereit ist.
Vielleicht ist das ja schon bald der Fall und ich bin wieder flexibel.

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Die Nacht der Geister

Beitrag  berton am So Okt 31, 2010 10:30 pm

Ich habe jemanden gefunden der nach dem Auto schaut. Morgen will er den Motor aufmachen und sehen was man machen kann. Über die Dauer der Reparatur konnte er keine Angaben machen.
Ich bin heute wieder ein wenig zum Nachdenken gekommen. Mir fiel auf, wie viel an Information ich nicht erfasse, sie einfach ungenutzt verpufft.
Es gibt für mich ein intensives auch wahrnehmendes Erleben und ein einfacher Automatismus, wo ich einfach mache ohne darüber Nachzudenken.
Wobei das letztere immer öfters geschieht. Ich schreibe mit Absicht geschieht, weil ich mir manchmal gar nicht mehr sicher bin, ob ich nicht eine Marionette in einem perfiden Spiel bin. Viel zu viel geschieht und irgendwie scheint alles doch wieder ins Reine zu kommen, das heißt, das Gleichgewicht bleibt gewahrt, aber es kann der Prozeß nicht geschlossen werden. Ist es eventuell eine provozierte Lernphase, wo ich auf etwas Bestimmtes vorbereitet werden soll und wenn ja auf was.
Eros unser Schäferhundmischling hat sich heute losgerissen und ist auf die Pferde losgegangen. Ich wusste nicht, um wenn ich mehr Angst hatte. Eros hat von unserem Hengst ein Paar Mal seine Hufe gespürt. Alles rufen half nichts, er versuchte es immer wieder und jagte die Pferde vor sich her.
Ein Glück war, das Moni unsere älteste Stute mir aufs Wort gehorcht und als ich Sie aufforderte in den Stall zu laufen, folgten ihr die beiden Hengste. So hatte ich die Möglichkeit die Gefahr zu entschärfen, die Stalltür zu schließen und mir Eros zu schnappen.
Es ist noch mal gut gegangen. Eros hat das ganze ohne schwere Verletzungen überstanden. Ich wusste gar nicht wie wild und mutig der Hund ist. Es sieht fasst danach aus, als wenn er Wolfsblut in sich hat.
Es ist schon komisch, aber außer mir lässt er keinen an sich ran. Als er sich heute los rieß, war dies extrem gefährlich für alle Beteiligten.
Ich habe heute auch begonnen unsere Felder umzupflügen, damit ich Getreide ansehen kann. Wie jedes Jahr werden sämtliche Flächen damit bestückt. Sie dienen zum Teil im Frühjahr zur Fütterung unserer Pferde, bevor ich sie erneut umpflüge, um etwas anderes anzusäen.
Auch hier kam es heute zu einer Panne. Der Motor vom Traktor ging ohne Vorwarnung aus. Ich wusste erst nicht was los war, dennn die Anzeichen sprachen für keinen Diesel mehr.
Der Tank war aber voll. Erst nach einer Weile bin ich drauf gekommen, dass sich die Verbindung zur Einspritzpumpe gelöst hatte und somit die Steuerzeiten nicht mehr stimmten. Als ich dies herausfand lief der Traktor wenig später wieder und ich konnte die Arbeit fortsetzen.
Ich muss sagen, das ich in diesen Gebieten echt ein Profi geworden bin und das, obwohl ich als Jugendlicher mir niemals die Hände dreckig machen wollte.
Ist schon erstaunlich welche Wege das Leben für einen vorsieht.
Unser Fernsehprogramm hat sich vorhin reduziert. Was genau passiert ist, kann ich noch nicht sagen, aber Tatsache ist, das wir vom Satelliten kein RTL, SAT 1 und Pro 7 mehr bekommen, während alle anderen Programme ohne Probleme laufen. Ich habe nochmals einen Suchlauf gestartet, aber ohne Erfolg. Ist echt ätzend. Ich wusste gar nicht wie fixiert ich schon auf die Sender war. Jetzt erst fiel mir dies auf.
Mhh wieder eine Süchtelei erkannt, obwohl ich diese nicht unbedingt ändern will.
So ich werde dann mal wieder, bin echt müde.
Mal sehen was der morgige Tag bringt. Ist ja der 1. November und heute ist ja Halloween. Das kann ja echt noch was werden heute Nacht hier. Wer weiß vielleicht bekommen wir ja Besuch von einer anderen Dimension. Es hat sich ja in den letzten Tagen so was angekündigt. Meine Alpträume haben erschreckend zugenommen.
Ich bin ja echt froh, dass meine beiden Pekinesen nachts bei mir Wache halten und mir das Gefühl geben mich zu beschützen. Bobby schläft hinter mir und Dada vor mir. Was soll da schon passieren. Smile

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Der Tod mein ständiger Begleiter

Beitrag  berton am Mo Nov 01, 2010 5:38 pm

Der Tag neigt sich zu Ende. Ich muss zugeben, dass ich heute wieder seit langem Todesangst verspürte. Ich weiß auch nicht wieso, aber es war das Gefühl war plötzlich da. Ich verspürte Schmerzen in der linken Brust und bekam kaum Luft.
Wie schon so oft, überlegte ich mir ob ich alles geregelt habe und wenn es tatsächlich so weit wäre, ich mit ruhigen Gewissen zustimmen könnte.
Na ja ich denke das es wohl nie passen würde, da ich am Leben, trotz der Widrigkeiten, die mich begleitet haben, hänge.
Ich werde wohl nicht drum rum kommen diese Woche das mit den Feldern in Angriff zu nehmen, so dass meine Frau im Notfall abgesichert ist. Man kann ja nie wissen, wann der Meister einen holt. Zeichen dafür hat er ja schon des Öfteren gesendet.
Mhh, 52 ist ja kein Alter, aber es liegt dennoch im Bereich des Möglichen.
Heute habe ich ein neues Rezept ausprobiert, da meine Frau darauf bestand, dass ich heute nicht arbeiten darf.
Ich habe 15 kg rote Paprika, 10 kg Zwiebeln und 13 kg Tomatenmark zusammen in einem großen Kessel gekocht. Das ganze habe ich dann mit Salz, Pfeffer, Chili und Zucker abgeschmeckt und in 1l Gläser gefüllt. Meine Frau verdrehte verzückt die Augen, was mir sagt, das ich wohl alles richtig gemacht habe. Schade, das wir dieses Jahr zu wenig Tomaten und Paprika angebaut haben, Die Gläser werden wohl nicht lange reichen, so wie ich den Appetit meiner Frau kenne. Wenn was wirklich gut ist, ist es ruck zuck weg.
Meine Frau liebt das Motto, „ das gute ins Kröpfchen, das schlechte ins Töpfchen“.
Aber es sei ihr gegönnt. Schließlich gibt es ja noch andere Leckereien, die darauf warten, dass ich sie in Angriff nehme. Süß saure Kürbisse zum Beispiel. Dazu fehlen mir aber noch ein paar Zutaten, die ich besorge, wenn mein Auto wieder läuft. Werde Morgen mal antesten ob es bereits ein Ergebnis gibt.
Morgen früh kommt unser Nachbar mit dem Miststreuer, damit wir den Mist auf die Felder bekommen. Nächstes Jahr wird dies wohl fast wegfallen, da wir nur noch 3 Pferde haben und deswegen nicht mehr soviel anfällt.
Pferdemist ist ein guter Dünger, den die Pflanzen besonders schätzen. Dieser ist besonders gut abgelagert. Er ist schon fast in Humus umgewandelt.
Tja dann noch pflügen, Eggen und ansäen und für dieses Jahr ist dann Ruhe in der Landwirtschaft bis März. Schade dass mein Bus nicht läuft. Es wäre die beste Zeit, im Haus noch einiges zu renovieren. Schade eigentlich, aber wie üblich werde ich es so nehmen wie es ist. Ein wenig ausruhen kann ja auch nicht schaden. War ja ein anstrengendes und ereignisreiches Jahr.
So das war’s wieder für heute, gerade kommt mein Essen. Im Wok angebratenes Kraut, ein paar Streifen Fleisch und dazu einige Asiatische Gewürze. Dazu trinke ich ein dunkles Starkbier, das ich aus Rumänien mitgebracht habe. 8,7% Alkohol, das haut bestimmt rein. Na dann, wohl bekommt´s

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lachen oder weinen

Beitrag  berton am Mi Nov 03, 2010 1:08 am

Wieder geht ein Tag zu Ende und ich frage mich ob ich mich ob ich mich freuen oder weinen soll.
Heute habe ich einiges geschafft. Der Mist ist jetzt endlich auf den Feldern und ich kann sie Pflügen, Eggen und das Getreide ausbringen. Das weniger schöne war der Preis, den ich für das ausbringen bezahlen musste. Ich habe mir vorgenommen nach einem gebrauchten Miststreuer Ausschau zu halten um diese Kosten in Zukunft zu vermeiden.
Außerdem habe ich endlich einem Staplermast zu einem günstigen Preis ergattern können, so dass ich in Zukunft nicht mehr auf andere angewiesen bin, wenn ich die Heuballen vom Feld nachhause transportieren will. Ich kann sie jetzt auf einem Wagen aufladen.
Zu guter letzt habe ich beim Mechaniker vorbei geschaut, der meinen Bulli reparieren wollte. Ich traute meinen Augen nicht, als ich ihn vor der Werkstatt sah. Erst rechnete ich mit dem schlimmsten, als mir dann aber der Mechaniker den Schlüssel in die Hand drückte und meinte das Auto wäre fertig, war ich erstaunt.
Als ich dann von ihm informiert wurde, das es eigentlich nur ein kleines Problem war, nämlich das der Zahnriemen beim draufmachen um 2 Zähne versetzt wurde und somit der Einspritzzeitpunkt und die Ventile falsch gesteuert wurden, machte sich in mir Ärger breit. Die ganzen Kosten die ich für den Trailertransport von Rumänien nach Ungarn hatte bezahlen müssen, waren eigentlich unnötig gewesen. Schuld an der ganzen Misere war ein Mechaniker, der sein Handwerk nicht verstanden hat.
Er hat mich ein Vermögen gekostet und somit die Arbeit von einem ganzen Jahr zunichte gemacht.
Na ja, wenigstens ist mein Auto wieder einsatzbereit. Es hätte schlimmer kommen können. Durch die Fehlstellung wäre auch ein Kolbenschaden, der durch den Zusammenprall von offenen Ventil und Kolben hätte entstehen können drin gewesen, was dann wohl das schlimmste gewesen wäre.
Ich ärgere mich auch schon seit Tagen über unseren zentralasiatischen Ovcharka. Er bellt die ganze Nacht ununterbrochen. Es nervt so ziemlich, weil man kein Auge zubekommt.
Heute Abend habe ich ein Experiment gemacht, weil das ganze schimpfen immer nur für ein paar Minuten angehalten hat.
Ich füllte ein kleines Gefäß mit Wasser und jedes Mal wenn Susika anfing draußen Radau zu machen ging ich raus, schimpfte sie aus und gleichzeitig bekam sie das Wasser in ihre Richtung geschleudert.
Man glaubt es kaum. Nach nervenaufreibenden Wochen des ständigen Bellens ist jetzt seit Stunden Ruhe.
Ich bin erstaunt, dass diese Methode so eine Wirkung gezeigt hat. So wie es im Moment aussieht scheint es seit langem wieder Mal eine ruhige Nacht zu werden.

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wie gewonnen so zerronnen

Beitrag  berton am Fr Nov 05, 2010 8:36 am

Tja, es hat wohl nicht sein sollen. Als ich gestern nach Szeged gefahren bin sah ich beim aussteigen eine große Öllache unter meinem Motor. Beim öffnen der Motorhaube erwartete mich ein total ölverspritzter Motor. Die Kontrolle des Ölmessstabes sagte mir, dass das gesamte Öl seinen Weg ins freie gefunden hat. Die Zylinderkopfdichtung hat ihren Geist aufgegeben. Es war also nicht nur der verkehrt eingestellte Steuerriemen, sondern sie haben auch beim Einbau gepfuscht, sprich vermutlich den Kopf nicht plan geschliffen oder die Zylinderkopfschrauben nicht mit einem Drehmomentschlüssel angezogen. Wenigstens nannte mir der herbei gerufene Mechaniker diese Ursachen.
Wir haben dann das Auto erneut abgeschleppt und hier in Asotthalom in die Werkstatt gebracht. Ich darf gar nicht daran denken, was diese Reparatur erneut kostet. So langsam stehen wir mit dem Rücken wieder zur Wand, da ich aus Unkenntnis der Tatsache, das erneut repariert werden muss, Diesel für die Feldbestellung und einen Staplermasten für den Traktor zum verladen der Rundballen gekauft habe.
Ich habe mich einfach darauf verlassen, dass dem Auto nichts mehr fehlt.
Wenn die Autos hier in Ungarn nicht so schweineteuer wären, hätte ich mir ja übergangsweise ein anderes „Winterauto“ zulegen können. Hier Ungarn ist sowieso alles anders. Wenn man ein Auto importiert, kosten die Registrierung und TÜV soviel wie ein fast neues, da sie vom Neuwert des Autos ausgehen und davon die Registrierungssteuer berechnen. In Deutschland selbst kann ich keins zulassen, weil ich dort keinen festen Wohnsitz mehr habe. Es ist zum junge Hunde melken.
Wir wohnen im Außenbereich und sind somit auf ein Auto angewiesen um das notwendigste zu besorgen.
Na ja irgendwie wird es schon gehen, wie halt bisher auch. Ich wurde ja bisher noch nie enttäuscht und wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Ich werde heute mein Getreide ausbringen und eine Ladung Brennholz sägen. Außerdem ist Papierkrieg angesagt, die Rechnungen müssen geordnet werden und chronologisch abgeheftet.
Durch die Aktion gestern habe ich auch den Brief an meinen Kontrahenten wegen der Felder nicht abschicken können, so dass sich dies auch verzögert.
Menno, wieso könnte es nicht einfach, einfach sein.
Susika unser Hund hat seit der Wasseraktion nachts nicht mehr gebellt, hihi, vielleicht sollte ich die Methode als Patent anmelden. Smile
Zu allem Übel ist auch unser Fernseher ausgefallen. Ich vermute Mal das es an der Satellitenanlage liegt, da auch auf dem kleinen TV das gleiche Ergebnis vorliegt. Entweder der LNB oder der Receiver. Auf jeden Fall gibt es jetzt abends genügend Zeit sich miteinander zu beschäftigen. Very Happy
So kommt meine Frau auch auf ihre Kosten, hahaha.
Wie ihr seht habe ich meinen Humor nicht verloren und an aufgeben ist sowieso nicht gedacht.
Ich lasse mich von dem kleinen Teufel hier nicht unterkriegen und provozieren. Ich bin der Meinung, dass alles seinen Sinn hat, auch wenn er im ersten Augenblick nicht nachvollziehbar ist. Bisher hat es ja immer so funktioniert und ich habe es als Prüfung meiner Reife angesehen. Ich habe festgestellt, dass ich im Gegensatz zu früher die Ruhe selbst bin und mich so leicht nichts aus dem Konzept bringen kann.
So ich werde dann mal säen gehen, damit das Korn noch vor dem ersten Frost aufgehen kann.

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und wenn man sie nicht umgebracht hat leben sie heute noch
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