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Die richtige Entscheidung

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Die richtige Entscheidung

Beitrag  berton am Mo Jan 10, 2011 2:18 am

Wieder einmal stand ich vor den Trümmern meiner Träume und konnte nicht fassen, das es wieder nicht geklappt hat endlich eine Basis für ein friedvolles Leben zu haben.
Ich war wieder am Boden angekommen, in der Gosse, in die ich vor 52 Jahren, als unehelicher Sohn einer Geldgeilen Mutter und einem Gigolo als Vater, der alles mitnahm was sich bot.
Ich habe einige Eigenschaften von den beiden übernommen, vor allem was mein Hang für hübsche Frauen anging und ebenso, sie nach dem benutzen fallen zu lassen.
Sie waren es nicht wert, diese Frauen, die meinten dass man nur nach ihrer Pfeife tanzen sollte.
Ich hatte es versucht aus dem Erbe meiner Eltern zu entfliehen mich frei zu machen und ein eigenes Leben zu beginnen, aber es sollte nicht sein.
Wieder einmal habe ich alles in den Sand gesetzt und stehe vor dem Nichts, schlimmer noch, ich befinde mich durch meine Schulden, die mir aufgedrückt wurden in einer Abhängigkeit, die mein Leben in Zukunft beeinflussen sollten.
Wieder einmal lief mein Leben in allen Stationen die ich durchlebt hatte ab und wieder einmal musste ich mir eingestehen, das ich versagt hatte.
Jetzt saß ich hier und überlegte mir meine Ausreden, die ich zu meiner Rechtfertigung zurechtlegen würde.
Ich hatte beschlossen aus dem Leben zu treten. Wie, das hatte ich noch nicht entschieden. Klar war aber, das es so nicht weiter gehen sollte und das es an der Zeit war, endlich Mal etwas mit Erfolg zu Ende zu bringen.
Vielleicht war es ja der Triumph, den mir nicht Mal Gevatter Tod mehr nehmen konnte. Ich spielte ihn aus, betrog ihn um seinen Triumph, indem ich meinen Todeszeitpunkt selbst bestimmen würde.
Vorbei mit den Entscheidungen, die mir das Herz schwer machten und in mir tiefe Zweifel hinterließen. Ich brauchte keine Rechenschaft mehr abgeben, weder vor mir oder irgendwelchen Leuten, die vorgaben es gut mit mir zu meinen.
Ich lies mir wieder einmal die Highlights, von denen ich schon Jahre zehrte, vor meinem geistigen Auge ablaufen. Ich der Gerissene, der dem Leben trotzte und immer für eine Überraschung gut war.
Zulange habe ich gegen Windmühlen gekämpft, gegen die man ja doch keine Chance gehabt hat.
Ich bin nicht stolz darauf in diesem Zeitalter geboren zu sein, einem das die Grundsteinlegung für das Ende der Welt zu verantworten hat.
Einem, indem nur noch die Gier vorherrscht und die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt.
Wie oft hatte ich mir gewünscht diesem zu entfliehen, durch Selbstbetrug mir eine heile Welt vorzugaukeln, die ich mir selbst aufgebaut habe.
Auf der anderen Seite bedauere ich, dass ich trotz meiner erworbenen Fähigkeiten keine Möglichkeit gefunden habe wirklich Einfluss zu nehmen um etwas ändern zu können.
So sitze ich jetzt hier und plane mein Ableben.
Ich muß zugeben, dass mir dies nicht einfach fällt, da es einiges gibt, das durch mein Ableben aus den Fugen gerät.
Hierzu fällt unter anderem, das meine Freunde die Tiere wohl das Leben, das sie bisher hatten verlieren werden, auch das meine Frau vor vollendeten Tatsachen steht und das was ich ihr versucht habe in den letzten zehn Jahren beizubringen umsetzen muß.
Den Grundstein habe ich gelegt und eigentlich sollte sie mit dem Polster, das ich ihr verschafft habe in der Lage sein, ihr Leben zu meistern.
Meiner Ex werde ich ein Schnippchen schlagen, denn sie kann mich nicht mehr quälen und ihr Kapital dazu einsetzen mir das Leben zur Hölle zu machen. Vielleicht empfindet sie ja Genugtuung dass sie es endlich erreicht hat mich zu zerstören.
Ich habe mir auch Gedanken gemacht, was wohl übrig bleibt von mir, ob ich in den Gedanken mancher weiter lebe oder ich ebenso schnell vergessen werde wie Millionen vor mir.
Vielleicht zeugen ja die Skulpturen, die ich geschaffen habe und in Stuttgart ausgestellt wurden von meiner Existenz, zwar ohne Namen, aber als Ausdruck meines Ichs.
Ich habe mir immer vorgestellt, welchen Weg ich nehmen will um aus dem Leben zu scheiden.
Ich fand die schmerzlose Variante als das Beste. Eine Überdosis und wech.
Mittlerweile wurde ich hier mehrfach mit dem Strick, denn einige meiner Bekannten gewählt habe, konfrontiert. Das ist eine endgültige Lösung, die ein versagen durch zu geringe Dosis oder das man einen doch noch rechtzeitig findet ausschließt.
Ich überlege mir, wie dies wohl ist, wenn die Atmung stockt, das Herz aufhört zu schlagen und dann das Licht ausgeht und zurück nur noch Fleisch und Knochen zurückbleiben, von einem, der gerade noch jemand darstellte.
Einfach ausgelöscht. Vielleicht ist es ja gar nicht so weltfremd, wenn behauptet wird, dass Selbstmörder auf der Erde verhaftet bleiben. Schließlich konnte der Tod dies vorher nicht einplanen. Es passierte einfach ohne dass die Zeit abgelaufen war.
Ich werde die nächsten tage noch nutzen um alles was erledigt werden muß noch zu erledigen.
Vielleicht sollte ich das neue Haus noch herrichten, damit meine Frau versorgt ist und sich darüber keine Gedanken mehr machen muß. Ich schätze, dass wenn das Wetter mitspielt, etwa noch ein Monat ins Land gehen wird. Mitte Februar wäre ja auch kein schlechter Termin.
Ich habe mich auch gefragt, welchen Grund für mein Handeln man mir wohl unterstellen würde.
Ich denke Mal das da einige Versionen zusammen kommen würden, wobei wahrscheinlich keine zutreffen würde.
Wer kennt mich denn schon, wer hat sich denn wirklich die Mühe gemacht mal zu fragen was ich eigentlich will. Ständig hatte ich Menschen um mich, die ihre Bedürfnisse von mir stillen ließen.
Mir ist bewusst geworden, dass zuviel Fähigkeiten und ein ausgeprägtes Intellekt eigentlich der Untergang in unserem Zeitalter bedeuten.
Ich meine nicht diejenigen, die Abi machen und studieren, um sich an der Massenhysterie des reich sein Wollens beteiligen, auch nicht diejenigen die brav zu allem ja und Amen sagen, weil sie die Hintergründe nicht erfassen können, sondern die, die hinter den Vorhang gesehen haben und wissen was wirklich gespielt wird.
Diese haben erkannt, dass es schon lange keine Möglichkeit mehr besteht etwas zu verändern. Unser Alltag ist bis ins kleinste Detail bereits verplant und die Aufgaben verteilt.
Menschen wie ich, die die Sinnlosigkeit erkennen und beschließen aus dem Leben zu scheiden, um dieser Gruppe nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

_________________
und wenn man sie nicht umgebracht hat leben sie heute noch
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