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Der Weg ins nichts

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Sollte die Welt tatsächlich gerecht sein?

Beitrag  berton am Do Aug 26, 2010 1:17 pm

Ich weiß gar nicht ob ich heulen lachen oder aus dem Häuschen sein sollte. Nach so langer Zeit diese Nachricht, das Anklage gegen meine Ex erhoben wird wegen Betrug, puuuuuh.
Sollte wirklich noch Gerechtigkeit auf unserer Welt existieren, wo ich eigentlich den Glauben daran verloren hatte?
Auf jeden Fall kommt jetzt Bewegung rein und die Vorprüfung durch die Staatsanwalt mit dem Ergebnis der Anklageerhebung lässt hoffen, das diese Frau vielleicht endlich ihre gerechte Strafe erhält und für ihre Tat verantwortlich gemacht wird.
Es lässt auch hoffen dass ich mein investiertes Geld, die Kosten die durch den Betrug entstanden sind und mein Image wieder hergestellt wird.
Ach menne mir fällt echt ein Stein vom Herzen. Gerade jetzt, wo ich mich echt schwer tue meinen Lebensunterhalt zusammen zu bekommen.
Ich muss das erst Mal sacken lassen. Auf jeden Fall scheint mein gerader Weg belohnt zu werden, obwohl mir ab und zu die Gedanken präsent waren ihr ebenso link zu begegnen.
Es ist eine einmalige Erfahrung und ich muss sagen dass ich das Licht am Tunnel sehe. Vielleicht ist ja jetzt der Tag der Abrechnung gekommen, denn auch mit meinen anderen „Gegnern“ läuft es in die Richtung, das sich Verbrechen in jeglicher Form nicht auszahlt.

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Zu spät zur Wiedergutmachung?

Beitrag  berton am Fr Aug 27, 2010 7:03 am

Ist doch irgendwie komisch. Da setze ich alle Hebel in Bewegung, schreibe mir die Finger wund und versuche Beweise zu sammeln, damit ich den Betrug meiner Ex aufdecken kann, das ich sie zur Rechenschaft ziehen kann und als es dann tatsächlich so weit ist, berührt es mich gar nicht mehr.
Es scheint so als wenn ich schon vor langer Zeit damit abgeschlossen hätte, mich damit abgefunden zu haben, das sie gewonnen hat, was das finanzielle angeht.
Es ist mir sogar unangenehm, dass jetzt alles wieder von vorne losgehen wir, das Ganze vor Gericht wieder erzählt werden muss, damit sie ihre gerechte Strafe bekommt.
Ok, ich werde in einem Adhäsionsverfahren als Nebenkläger auftreten, damit ich nicht erneut einen Zivilprozess anstrengen muss.
Ich habe mir überlegt, das ich mich von einem Anwalt vertreten lassen werde, obwohl es eigentlich schon eine Genugtuung wäre, ihr als „Mitankläger“ im Gerichtssaal gegenüber zu sitzen und Beweisanträge stellen und Zeugen vorladen zu können.
Rückblickend aber bleibt ein nicht reparierbarer Scherbenhaufen zurück. Zuviel Leid hat meine Ex verursacht, dass man mit Geld und anderweitiger Strafe nicht mehr rückgängig machen kann.
Besonders die indirekten gesundheitlichen Folgen, die das Ganze bei mir und meiner Frau ausgelöst hat, weil wir nicht über mein Geld, das mir rechtmäßig gehörte verfügen können.
Wir hätten uns bezahlte Hilfe holen können und nicht selbst die oftmals schweren Arbeiten alleine verrichten müssen.
Im Nachhinein Frage ich mich, ob es eigentlich einen Ausgleich geben kann, der dies wieder gut machen kann.
Ein weiterer Punkt beschäftigt mich seit gestern. Ich kenne meine Ex und weiß wie sie tickt. Sie wird das wohl nicht auf sich sitzen lassen, sondern alle Hebel in Bewegung setzen um mich trotzdem noch zerstören zu können. Sie ist so voll Hass gegen mich, weil ich ihre Liebe zu mir nicht erwiderte, dass sie mir androhte mir das Leben zur Hölle zu machen, was sie bis dato auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Sie hat weit reichende Beziehungen hier in Ungern und einen Super Anwalt, der bisher immer verstanden hat die Tatsachen so zu verbiegen das es für sie passt. Es macht mir Angst, vor dem Hintergrund dass sie sich laut ihrem Anwalt sich in Psychiatrischer Behandlung befindet, was sie in ihrer Zerstörungswut gegen uns als nächstes planen könnte.
Ein anderer Aspekt ist, was ich jetzt weiter plane, da sich ja jetzt die Möglichkeit ergibt, dass ich mein Eigentum, sprich Bauernhöfe und Geld, zurückbekommen könnte.
Der Kauf des neuen Projektes ist somit fraglich geworden, sprich ich würde ihn dann gar nicht mehr benötigen.
Interessant an dieser Stelle ist auch der Aspekt, das gerade als ich endgültig los gelassen habe und von dem Ort mich trennen wollte, an dem alles begann, eine Wende eingetreten ist.
Dies weckt wiederum meine Fantasie, die ich die Ganze Zeit schon hatte, dass dieser Ort hier, mich nicht freigeben möchte. Könnte da vielleicht etwas dran sein?
Es wirft auf jeden fall wieder einige Fragen auf, die neu bewertet werden müssen.
Das Leben ist leider nicht berechenbar und so werde ich wohl nicht drum herum kommen Entscheidungen zu fällen, die vom Ergebnis aus offen sein werden.
Ich werde mich Schritt für Schritt heranwagen und weit reichende Entscheidungen erst Mal hinausschieben.
Tja so ist es halt, wenn man quasi alleine durchs Leben geht, weil man es sich mit Anderen verdorben hat, bzw. man gemieden wird, sonst könnte man sich ja einen Rat holen.

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die Fraktion der Neunmalklugen

Beitrag  berton am Fr Aug 27, 2010 9:03 pm

Ja ja es ist nicht einfach sich auf schwierigem Terrain zurecht zu finden. Ich hab da Mal ne Frage……, man googled, versteht es immer noch nicht genau und stellt die Frage ins Forum.
Anstatt sich die raushalten, die nicht wirklich bereit sind etwas dazu beizutragen, müssen gerade diese einen Klick installieren, wo man im Prinzip als Mensch hingestellt wird, der einfach nur zu faul zum suchen ist.
Ich habe mir überlegt was dies wohl für Menschen sind. Haben sie die Weisheit mit Löffeln gefressen, und sind deshalb allwissend auf allen Gebieten?
Ich weiß auch viel, aber eben nicht alles und es macht mich betroffen wenn solche Menschen den do it yourself Impuls von einem zunichte machen und man dann resigniert es sein lässt etwas selbst in die Hand zu nehmen.
Ich für meinen Teil weiß gerne vorher Bescheid, was auf mich zukommt und außerdem erleichtert es eine Position in Verhandlungen zu wahren.
Im Moment bereite ich mich auf die am Montag stattfindende Gerichtsverhandlung vor. Ich habe zwar gerade eine Glückssträhne, aber man soll ja bekanntlich es nicht herausfordern, deshalb bereite ich mich jedes Mal Akribisch darauf vor.
Am Sonntag stehen noch die Verhandlungen wegen dem neuen Bauernhof an. Eigentlich bräuchten wir den ja gar nicht mehr, wenn sich in dem Strafverfahren gegen meine Ex, sie dazu verurteilt wird den Schaden wieder gut zu machen.
Dann würde ich wieder in den Besitz von meinem Eigentum kommen.
Na ja es kann nichts schaden Sicherheiten einzubauen, wenn es wider Erwarten schief gehen sollte.


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Das Gesetz der .......

Beitrag  berton am So Aug 29, 2010 9:11 am


Ist ja schon komisch wie das Ganze so funktioniert. Einmal sagt man sich, hört den die Pechsträhne nie auf und im nächsten Moment wandelt es sich ins Gegenteil und sorgt für Verwunderung.
Ich hatte gestern die Verhandlung mit dem Besitzer des neuen Bauernhofes. 100qm Wohnfläche, Bad, extra WC in gutem Zustand, inklusiv der gesamten Einrichtung, neue Kunststofffenster 5700 qm Grundstück, zusätzlich separates Pumpenhaus, Holzschober und ein Nebengebäude mit großem Lehm-Brotbackofen. Das ganze Grundstück mit einem Drahtzaun begrenzt und mitten im Wald.
Die Preisvorstellung lag bei 6000 Euro, wobei dies zur Ratenzahlung veranschlagt war.
Durch die Nachricht vom Freitag, das gegen meine Ex ein Strafverfahren eröffnet wurde und sich daraus ergeben könnte das ich wieder in den Besitz meines Eigentum kommen könnte, wollte ich eigentlich von dem Kauf Abstand nehmen.
Dies wurde wohl von dem Besitzer falsch aufgefasst, denn er ging mit dem Preis immer weiter runter, weil er unbedingt verkaufen und wieder nach Deutschland zurück wollte.
Bei 4000 Euro inklusiv Ratenzahlung bin ich dann doch nachdenklich geworden.
Wie man sieht kann so eine Veränderung der Ausgangsvoraussetzungen sich auf alles andere auch übertragen. Vor Tagen noch war es undenkbar für ihn auch nur einen Euro herunter zu gehen.
Ich frage mich allerdings immer noch, ob ich das Grundstück kaufen soll, weil ich ja vom Bauchgefühl her es bereits abgelehnt hatte.
Ich weiß nicht, ob wieder einmal diese "ein gutes Geschäft machen" Mentalität durchbricht, die mir schon vor Jahren das Genick gebrochen hat. Ich erkenne zwar die Schnäppchen, aber im Endeffekt haben bisher nur Andere davon profitiert, weil ich es irgendwann an die Wand gefahren habe.
Eigentlich wollte ich dies in Zukunft vermeiden und ehe ich mich versah, stecke ich schon wieder voll drin.
Ich würde mich auf Monate finanziell binden. Es würde Geld bereits investiert, das ich noch gar nicht erwirtschaftet habe. Ich habe eben nur Mal wieder nach logischen Gesichtspunkten überlegt und mein Bauchgefühl verdrängt. Bin ich im Grunde meines Wesens eben doch nur ein "kapitalistisch denkendes Individuum", das einzig und alleine am Vermehren seines Kapitals interessiert ist?
Wie passt dies mit meiner nach außen vorgelebten Lebenseinstellung zusammen, die von Genügsamkeit, im Einklang mit der Natur und ihren Ressourcen und dementsprechend Zufrieden sein was man hat, zusammen.
Ist es eventuell meine Bestimmung meine Fähigkeiten voll einzusetzen, um mich weiter entwickeln zu können?
Vielleicht ist es ja auch Zeit zu Erkennen das beide an dem Geschäft profitieren. Ich, weil ich zu einem Spottpreis einen guten Bauernhof erwerben konnte und der Verkäufer, das er nach Deutschland zurückkehren kann und sich mit dem Objekt und seinem Verkauf nicht weiter auseinandersetzen muss.
Ich lerne im Moment, es nicht nur von der Co-abhängigen Seite zu sehen, die immer in solchen Momenten aktiviert wird, indem ich meine Gedanken in mein Gegenüber hinein versetze, sondern es Mal von beiden Seiten zu sehen und zu akzeptieren, das jeder versucht das Beste aus der Situation zu machen und das die Entscheidung als optimaler Kompromiss zu sehen ist. Oder mache ich mir da was vor?
Vielleicht sollte ich das Angebot trotzdem ablehnen. Ach menne wenn ich bloß eine Entscheidungshilfe von außen hätte. Meine Frau sagt ja immer zu allem ja und Amen und lässt mich mit den Entscheidungen alleine.
Es wird wohl seinen Sinn haben, wie bereits alles was mir in der Vergangenheit begegnete und sich ereignet hat.

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Überprüfen meiner Entscheidung

Beitrag  berton am Mo Aug 30, 2010 1:59 am

Ich habe nochmals mit dem Besitzer des Bauernhofes Kontakt aufgenommen um sicher zu stellen, das es für ihn ok ist, wenn ich für den von ihm festgelegten Preis und Bedingungen den Bauernhof erwerbe.
Er bestätigte mir, das es für ihn eine Hilfe wäre, wenn ich zusage, da er so nicht nach jemand anderen suchen muss und das Kapitel Ungern beenden kann. Er wäre mir dafür sehr dankbar. Das gab letztendlich den Ausschlag, das ich zustimmte. Ich werde also am Mittwoch die notwendigen Papiere unterschreiben und damit einen neuen Hof unser eigen nennen können.
Ich hoffe ja Mal, das ich nicht das gleiche Erlebe wie letztes Jahr beim Feldkauf, das im nach hinein zusätzliche Bedingungen auftauchen, die so nicht vereinbart waren.

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Bin ich meiner Zeit voraus?

Beitrag  berton am Di Aug 31, 2010 7:35 am

Ich habe mich schon des öfteren gefragt, ob ich meiner Zeit nicht weit voraus bin. Mir ist aufgefallen, dass ich wohl ein Verständnisgen zuviel habe.
Das äußert sich, dass ich Zusammenhänge sehr schnell erkenne und zu Lösungen komme. Außerdem bin ich sehr hellfühlig und dies in Kombination mit der Verarbeitung und erneut Lösung findend können mir meine Mitmenschen meist nicht folgen.
Es entsteht dann ein Chaos für sie, während für mich die Logik obsiegt, was ich dann nach mehreren Anläufen auch nachweisen kann.
Es ist sehr anstrengend mit mir, denke ich Mal, und das ist vermutlich auch der Grund, dass man mir aus dem Weg geht. Man hat mir einmal gesagt, „dass ich mit allen Wassern gewaschen, aalglatt, und nicht zu fassen bin.
In gewisser Weise haben sie ja Recht. Es stimmt schon, dass meine Gehirnströme sehr aktiv sind und auf jeden auch noch so kleinen Impuls reagieren. Durch das hellfühlen verbirgt sich auch nicht die Kleinste Unregelmäßigkeit. Ich spüre sofort wenn irgendetwas nicht passt oder wenn man versucht mich reinzulegen.
Bisher habe ich allerdings nicht rechtzeitig die Reißleine gezogen und bin wider besseres Wissen ins Unglück gestürzt.
Meistens war es das, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass die Person(nen) es wirklich auch durchziehen würde(n).
Gestern war ich bei Gericht als Zeuge. Mir fiel auf, das ich unbewußt bei einem Vertrag Sicherungen eingebaut hatte, der mir ermöglichte sowohl als Zeuge, als auch als Kläger auftreten kann, wenn etwas schief geht.
Bei meinem Vortrag ist mir erst bewusst geworden, wie Raffiniert das Ganze doch aufgebaut war. Selbst die Richterin musste schmunzeln, weil sie dies in der Form noch nie erlebt hatte. Ich hatte ohne eine Straftat zu begehen, also rechtlich einwandfrei, eine Sicherung in einen Vertrag, der von meiner Frau und einem Ungarn abgeschlossen wurde, eingebaut, die mir ermöglichte für den Fall das der Ungar versucht uns reinzulegen, unser investiertes Kapital zu sichern.
Durch diese Sicherung ist egal wie der Prozeß auch ausgeht, der Ungar auf jeden Fall mir Schadensersatzpflichtig. Das einzige negative daran ist, das ich erneut einen Prozeß diesmal jedoch mit mir als Kläger anstrengen muss.
Ich muss zugeben, dass sich diese Strategie erst im Laufe der Zeugenvernehmung eröffnet hat, wo der Beklagte versuchte durch falsche Aussagen den Prozeß zu kippen. Erst da suchte ich während meiner Vernehmung nach einem Weg, der uns ermöglichte den Ungarn Schachmatt zu setzen.
Es ging dabei nicht um große Summen, aber das Ergebnis wird sein, das der Ungar jetzt wohl doppelt bezahlen muss, was sein Anwalt sehr wohl erkannt hat. Ich habe einen Vergleich angeboten, der aber vom Beklagten abgelehnt wurde.
Ich bemerkt, dass es manchen Leuten nicht möglich ist umzuschalten und zu erkennen, dass ihre Strategie gescheitert ist. Sie bleiben auf ihrem Standpunkt und steuern unbewußt in ihr Verderben, weil sie ihre Emotionen nicht im Griff haben und der Zugang zu der Logik, die sie vor weiteren Schaden bewahren würde, nicht haben.
Es ist zwar anstrengend für mich, aber in Hinblick auf die zuerzielenden Ergebnisse sehr effektiv.
Das Einzige negative daran ist, das es auf Dauer einsam macht, da ich den Leuten wohl als Außenseiter vorkomme, der immer alles besser weiß.

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Dabei könnte manchmal alles so einfach sein

Beitrag  berton am Di Aug 31, 2010 7:54 pm

Ich bin immer wieder erstaunt, wenn plötzlich wieder die „Helferchen“ aktiv werden, deren einzige Aufgabe zu sein scheint, absahnen zu wollen.
Ich schrieb ja schon, das wir einen Bauernhof gekauft haben von einem Deutschen der zurück ins Heimatland will. Eigentlich wollten wir seit 3 Tagen einen Kaufvertrag machen, der jedes Mal gescheitert ist, weil ein „Freund“ des Verkäufers sich eingemischt hat und als sein Helfer auftrat. Er versuchte alles an sich zu ziehen und dem alten Mann die Kohle aus der Tasche zu leiern. Er verpflichtete einen Dolmetscher, der bei Behörden vorsprechen sollte, obwohl ich das umsonst hätte erledigen können. Die neueste Version war, das er heute bei einem Notar sich die Vollmacht unterschreiben lassen wollte, so das er absolute Unterschriftsvollmacht hat. Ich konnte es gerade noch verhindern. Na ja Morgen werden wir einen neuen Anlauf starten das wir den Vertrag in trockene Tüchern bekommen.
Ich frage mich immer wieder, warum es so viele Trittbrettfahrer gibt, die sich an anderen in irgend einer Form bereichern wollen. Sei es über die emotionale Schiene oder auf der finanziellen.

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Das darf ja wohl nicht war sein.....

Beitrag  berton am Fr Sep 03, 2010 9:32 am

Manchmal frage ich mich echt, ob Ungarn eigentlich zu Europa gehört. Wie ich ja schrieb, haben wir einen neuen Bauernhof gekauft. Nach ungarischer Rechtsordnung muss dieser Kaufvertrag jetzt 15 Tage ausgehängt werden, dass jemand ein eventuelles Vorkaufsrecht anmelden kann. Soweit war es uns bekannt. Gestern rief mich dann meine Anwältin an und informierte mich, dass da wir ja bereits 2 Bauernhöfe besitzen, einer ich und der andere meine Frau, das wir eine Genehmigung vom Staat einholen müssen für den neu gekauften. Diese Genehmigung würde dann 50.000 FT kosten und es wäre nicht sicher dass wir sie erhalten.
Ich frage mich immer wieder, wieso sich die EU von manchen Mitgliedsstaaten erpressen und solche Ausnahmen zulässt.
Deutschland ist Nettozahler und dort kann jeder Ausländer, der im Besitz einer Aufenthaltgenehmigung ist kaufen was er Lust hat, während hier alles irgendwelchen Bestimmungen unterliegt, die im übrigen Europa nicht vorhanden sind.
Das gleiche ist hier mit den Autos. Wenn ich aus dem EU-Ausland ein Auto hier anmelden will, kommt zu den üblichen Tüv und Umschreibegebühren eine saftige Registrationssteuer dazu, die sich an dem Neuwert des Fahrzeugs orientiert. Das bedeutet, dass ein 15 Jahre altes Auto der damalige Neuwert herhalten muss und die Steuer dann so hoch wird, dass es dann sich nicht mehr lohnt es einzuführen.
Ich ärgere mich im Moment wirklich über diese Gesetze, die nur zur Geldmacherei genutzt werden.
Uns wird wohl nichts weiter übrig bleiben wieder Mal ein Hintertürchen zu benutzen um den Bauernhof, den wir günstig erwerben konnten, umschreiben zu können. Hierfür muss ein Bauernhof, den wir bereits besitzen dran glauben. Es wird wohl auf eine Schenkung an einen unmittelbaren Verwandten, sprich auf die Mutter meiner Frau hinauslaufen.

Seit einigen Tagen ist eine himmlische Ruhe bei uns. Keine Hundebellerei in der Nacht stört uns mehr. Der Ungar, der uns die Hölle auf Erden bereiten wollte hat wohl aufgegeben.
Gestern erfuhr ich, das er Aufgrund des Überfalls auf mich, wo er mir die Kamera entwendete, seinen Waffenschein abgeben musste und das dieser solange die Ermittlungen andauern auch nicht mehr ausgegeben wird.
Das bedeutet, dass er sich jetzt selbst ein Bein gestellt hat. Er besitzt jetzt 300 ha Land, das er zu Jagdzwecken erworben hat, darf aber nicht mehr jagen, da man ihm den Waffenschein abgenommen hat.
Sollte es zur Anklage kommen und er verurteilt werden, war es dann wohl ein Schuss in den Ofen, da der Waffenschein als Vorbestrafter konfisziert bleibt und ein neuer nicht mehr ausgestellt wird.
Ich vermute Mal das er vor Wut kocht und das es jetzt wohl erst recht ungemütlich hier wird.
Ist schon komisch in welche Richtung sich das Ganze entwickelt hat. Erst das Urteil gegen den Ungarn der mich um meine Felder betrügen wollte, dann die Anklage wegen Betrugs gegen meine Ex und jetzt wieder einer meiner Widersacher, der den Kürzeren gezogen hat.
Vielleicht ist ja tatsächlich was dran an dem, wenn man einen geraden Weg geht, sich nichts zu schulden kommen lässt, passiv verteidigt und nicht zum Angreifer wird, das man dann geschützt wird, indem sich die Energien gegen die Widersacher wenden, nach dem Motto „ Wer anderen eine Grube gräbt…..).
Ich bin im Moment auf jeden Fall froh, das ich mich nicht hinreißen lies den geraden Weg zu verlassen und mich „Aug um Aug ….“ zur Wehr setzte.

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Wie macht man aus .........

Beitrag  berton am So Sep 05, 2010 8:15 am

Gestern habe ich einem Freund geholfen einen Kachelofen von Wien zu holen. Auf der Fahrt schwärmte er mir vor, was er für ein Schnäppchen gemacht hat und welche Vorzüge genau dieser Ofen hat. Ich muss zugeben, dass ich mich nie sonderlich für Öfen interessiert habe. Als wir ankamen war ich erstaunt, denn er sah wirklich gut aus. Ein Meller Ofen mit Keramikumbau, ausreichend um 75 qm warm zu halten, etwa 50 Jahre alt und optisch machte er echt was her. Der Preis lag bei 320 Euro.
Neugierig geworden und weil wir ja noch für das neue Haus eine Heizmöglichkeit brauchen machte ich mich im Netz auf die Suche.
Ich musste nicht lange suchen und fand etliche Öfen, die dem von meinem Freund erworbenen sehr ähnlich waren.
Na ja ich bin nun Mal ein Verrückter und ich erkenne, wenn man mit irgendetwas ein Geschäft machen kann.
Ich stellte mir vor, dass in der kalten Jahreszeit es bestimmt noch mehrere Leute gibt, die sich so ein Schmuckstück ins Zimmer stellen würden. Ich war auch erstaunt über die Preise die ich fand. 1 Euro, 25 Euro, zum Teil bereits abgebaut, oder noch zum abbauen, was aber auch kein Problem darstellen sollte.
Das teuerste ist der Diesel fürs Auto um nach Österreich zu kommen und da ich Platz für mehrere Öfen hätte und die auch noch im Umkreis von 150 km liegen, was wäre da einfacher, als alle zu kaufen und die, die ich nicht benötige für Euro einzutauschen.
Ich hätte dann selbst einen oder zwei und müsste im Endeffekt nicht Mal was dafür bezahlen, im Gegenteil.
Mir ist aufgefallen, das ich einen Blick für Geschäfte aller Art habe und das ich eigentlich gut durchs Leben gekommen bin, trotz der vielen Verluste die man mir zufügte, bzw. ich mir zufügen lies.
Ist das eigentlich angeboren, oder eignet man es sich durch die Lebensumstände an.
Für Manche scheint es aber nicht leicht zu sein, wie ich an meinem Bekannten feststellen konnte, den ich kurz nach meinem Fund anrief. Ich erzählte ihm was ich vor hatte und den Preisen die ich vorgefunden hatte. Das interessante daran war, das er sich die Öfen im Netz ansah und an jedem irgend etwas auszusetzen hatte, nicht das dies ersichtlich gewesen wäre, sondern nur aus einer Vermutung heraus machte er einen nach dem anderen schlecht. Als ich mich davon nicht beeindrucken lies und ihm sagte, das ich es trotzdem versuchen wollte, reagierte er gereizt mit den Worten „Du wirst schon sehen, was du davon hast“, was auch immer er damit gemeint hat. Habe ich da eventuell einen wunden Punkt bei ihm getroffen, weil ich vom Prinzip her den gleichen Ofen mit einer von der Form und Farbe etwas abweichenden zu einem Preis zwischen 1 und 25 Euro gefunden habe und dies aus der Sicht eines guten Profits sehe?
Vielleicht bilde ich mir dies ja auch nur ein, obwohl in der Vergangenheit so Einige damit ein Problem hatten, das ich mir auf diese Art und Weise ein goldenes Näschen verdiente. Warten wir es mal ab, wie es im Endeffekt ausgeht.
Eins ist aber wirklich ärgerlich. Ich habe meinem Bekannten geholfen seinen Ofen aus Wien zu holen, Gegenseitigkeit scheint aber nicht drin zu sein, denn als ich ihn fragte ob er mir helfen würde, kam ein Kategorisches „Nein“.
Ob ich ihn wohl verärgert habe und wenn ja womit?

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Erwartungen

Beitrag  berton am Mo Sep 06, 2010 9:01 am

Gestern habe ich die ersten Öfen ersteigert, darunter auch einen Kachelofen, der bereits zerlegt und in Kartons verpackt wurde mit einem Mellerofen und das Ganze für 1,5 Euro. Den Wert selber schätze ich, nachdem ich sah was mein Bekannter bezahlte, auf etwa 400 Euro.
Ich habe mir überlegt, was wohl in dem Besitzer vorgeht, wenn man bedenkt welche Arbeit in solch einer Aktion steckt. Der Kachelofen muss sauber abgebaut und verpackt werden, was garantiert eine Arbeit von mehreren Stunden ist, vom Verpackungsmaterial ganz zu schweigen. Die Einstellgebühr bei Ebay wird höher ausfallen, als der erzielte Kaufpreis.
Welche Motivation treibt einen Verkäufer dazu, sich das anzutun?
Von meiner Seite aus hält sich das Ganze ja in Grenzen, da ich zu dem 1,5 Euro noch die Fahrtkosten hinzurechnen muss, die etwa bei 150 Euro liegen, so dass sich der Ofen, wenn ich nur ihn abholen würde in einem normalen günstigen Rahmen fällt.
Ich denke dass wenn man etwas versteigert, die Erwartungen bei Beiden sehr hoch sind und je nach Ergebnis unterschiedlich gewichtet sind.
Der erreichte Energiepegel dürfte aber trotzdem bei beiden sehr hoch sein. Ich habe jedes Mal eine sehr hohe Anspannung, wenn ich etwas haben möchte und es sich nur noch um Sekunden dreht bis man sicher ist es auch zu dem angestrebten Preis zu bekommen.
Nicht selten steigern in letzter Sekunde viele noch mit, was einer Energieexplosion gleich kommt.
Ist dies eventuell der Energiekick, der viele dazu animiert zu Ver(er)steigern?
Ich muss sagen, dass ich bisher meistens Glück hatte und die Beschreibung und Fotos dem entsprachen, was ich mir vorgestellt hatte. Ich lernte auch sehr unterschiedlich, aber meistens sehr freundliche und hilfsbereite Menschen kennen. Bei Einigen hielt es auch noch über den Verkauf hinaus und es entwickelte sich eine Freundschaft.
Gerade bei der letzten Abholung eines Ofens mit dem Bekannten, lernte ich zwei Frauen kennen, die wie sollte es auch anders sein, bei einem Kaffee danach sich als Celestinekenner entpuppten und man sich im Esoterischen Bereich austauschte. Ich habe im Gespräch gemerkt, das ich doch durch meine Selbstversorgerrolle ganz andere Erfahrungswerte besitze. Während ich das Ganze von der Praktischen, sprich direkt umsetzen Seite erfahre, ist es bei den Beiden eher auf eine theoretische Seite begrenzt. Ich habe sie eingeladen uns doch Mal zu besuchen, was dann auch im Raum stehen blieb. Wer weiß was sich aus solchen Begegnungen entwickelt.
Ich denke in der heutigen, schnelllebigen und oberflächlichen Zeit ist es wichtig geworden etwas genauer hinzusehen und zu fühlen, weil man sonst wesentliches übersieht.

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Regen, Regen, Regen

Beitrag  berton am Mo Sep 06, 2010 5:47 pm

Tja wenn es auf der einen Seite gut läuft, dann hakt es an der Anderen. Es ist zum Mäuse melken, aber ich kann wohl diesmal nichts dagegen machen. Obwohl es eine Menge zu mähen gibt, stehe ich machtlos da. Der September zieht ins Land und es regnet unaufhörlich. 4 Tage schönes Wetter bräuchte ich um das Heu rein zu bringen. Wenn es so weiter geht habe ich ein ernsthaftes Problem. Bisher habe ich alles immer irgendwie improvisieren können, aber leider gibt es kein Improvisieren beim Wetter. Mir fehlt der Draht zum „lieben Gott“. Bekanntlich ist er ja mitten unter uns und lädt uns nur soviel auf, wie wir verkraften können. Na ja und Glaube versetzt Berge. Vielleicht sollte ich trotz der Wettervorhersage daran glauben, das sich die Regenwolken entgegn dem Vorausgesagten in eine andere Richtung verziehen oder auflösen. Wäre ja nicht das erste Mal, das es bis auf eine Entfernung von 500m regnet und wir leer ausgehen, nur war es damals so, dass wir Regen eigentlich begrüßt hätten.
Ja ja man kann nicht alles haben. Dann werde ich mal zufrieden sein mit dem was ich bisher bekommen habe und meine Erwartungen los lassen. Der Klügere gibt nach und beschäftigt sich mit etwas anderem, oder?

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So langsam nimmt es Gestalt an

Beitrag  berton am Di Sep 07, 2010 8:45 am

Gestern Abend habe ich den 2. Kachelofen in Wien ersteigert. Er ist im Gegensatz zum 1. selbst abzubauen, was aber kein großes Problem sein sollte, da die Kacheln geklammert sind und die Fugen meistens durch die Zeit porös geworden sind, so das sie durch einen Schlag mit dem Handballen gelöst werden können.
Heute laufen nochmals 4 Öfen aus, auf die ich steigere.
Man kann sagen wenn ich diese auch erhalte, dass ich dann wohl im Ofenbusiness angekommen bin. Ich wundere mich sowieso welche Herausforderungen das Leben für mich bereithält. Das hat man nun davon wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht und versucht zu überleben.
Ich merke dass ich gerade wieder Mal auf dem geschäftlichen Trip bin. Ich habe gestern auch einen Kaffeevollautomaten bei Ebay ersteigert, da unsere Kneipenwirtin so ein Gerät sucht, da ihres kaputt gegangen ist. Es ist eine Saeco Magic de Luxe, bei der Wasser austritt. Ich dachte mir, dass ich dies bestimmt reparieren kann. Ich war erstaunt, was diese Maschine im Neuzustand gekostet hat, 750 Euro. Ich habe sie bekommen für 55 Euro inklusiv Versandkosten. Bei meiner Suche im Netz nach möglichen Ursachen des Wasseraustritts bin ich auf ein Forum gestoßen, das sich mit Saeco Maschinen beschäftigt. Verrückt oder? Es werden dort alle Ursachen bis ins Detail beschrieben und für die Ersatzteile die Bezugsquelle genannt. Außerdem scheint die von mir ersteigerte Maschine einen hervorragenden Kaffee zu produzieren.
Bestimmt fragen sich einige warum ich dieses Tagebuch in dieser Form schreibe. Ich will damit aufzeigen, das es Situationen und Begebenheiten im Leben gibt, die einen voll fordern und wie ich damit umgehe. Vielleicht kommt ihr ja in eine ähnliche Situation und bekommt so eine zweite Meinung, bzw. Lösungsansätze zur Hand.

Seit gestern Nacht ist dieser schreckliche Traum wieder präsent.
Ich träume davon zu versagen.
Es ist auf die Zeit zurück zu führen, in der ich meine große Liebe verlor. Zu dieser Zeit war ich gerade in der Abschlussprüfung meines Kommunikationselektronikers. Es war ein psychischer Ausnahmezustand, der mich fast zerstört hätte. Obwohl ich die Prüfung bestanden habe, träume ich ständig von der Angst zu versagen. Entweder ich komme zu spät zu der schriftlichen oder ich versage.
Bisher hat dies immer eine schwierige Ausnahmesituation eingeläutet, die nach so einem Traum auftrat.
Ich habe versucht dies auf heute zu projizieren und mich zu fragen wo dies denn passieren könnte.
Mh, es steht am Donnerstag eine Polizeiliche Zeugenvernehmung an, die sich auf den Überfall auf mich bezieht, nächste Woche eine Gerichtsverhandlung wegen dem Weg, den der Nachbar zerstört hat, am Wochenende die Abholung der Öfen?
Dann wäre da noch in Deutschland der Betrugsprozeß der gegen meine Ex eröffnet wurde und ich eine Vollmacht eines Rechtsanwalts unterschrieben habe, der sich schlau machen soll, welche Anklage jetzt vorliegt, ob der Schaden bereits beziffert ist und ob ich mich in einem Adhäsionsverfahren gegen meine Ex dranhänge.
Ich gebe ja zu, dass unter diesen Begebenheiten eine Angst berechtigt ist und dies durchaus Auswirkungen auf meine Psyche haben kann.
Es ist manchmal schwierig dies alles unter einen Hut zu bringen und ich würde mir wünschen mich mit Anderen darüber austauschen zu können.
In ein anderes Forum zu gehen kommt aber für mich nicht in Frage und deshalb werde ich wohl es wie immer mit mir alleine ausmachen müssen.

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Oje Oweh

Beitrag  berton am Di Sep 07, 2010 1:58 pm

Heute mit soviel Elan und Zuversicht gestartet und ein paar Stunden später hat mich der Frust wieder eingeholt. Ich dachte es mir schon, dass die Gegenseite es nicht ruhen lässt.
Eigentlich wollte ich ein paar Arbeiten mit dem Traktor ausführen, aber das kann ich wohl jetzt vergessen.
Bevor ich starte schaue ich immer nach dem Öl und Wasser, da eine Reparatur wegen fehlen dessen immer gleich mächtig ins Geld geht. Wasser war ok, nur beim Öl machte ich eine erschreckende Entdeckung. War es doch gestern noch zwischen Minimum und Maximum, zeigte es jetzt einen Wert 2 cm darüber an.
Mir schwante böses, was sich dann auch bestätigte. Während wir im Dorf waren um einzukaufen muss wohl irgendwer Wasser in den Öleinfüllstutzen gegossen haben, denn man sah noch das auf der Fläche, wo die Ventile sitzen eine Wasserlache.
Das bedeutet Öl ablassen und neues Öl besorgen. Kosten etwa 100 Euro, da der ZT300 etwa 20 Liter Öl fasst.
Ich besorgte also einen Behälter um das Öl abzulassen. Ölschraube raus und Öl Marsch. So geht es normalerweise, aber diesmal hörte ich noch dass irgendetwas Hartes in den Blechkübel fiel. Ich habe das Öl später durch ein Sieb gefiltert und feststellen müssen, das sich eine kleine Eisenkugel darunter befand, die mit Sicherheit nicht Bestandteil des Motors ist. Das bedeutete das nicht nur Wasser im Öl sondern auch Fremdkörper durch den Einfüllstutzen mit eingebracht wurden und diese über die Stößelstangen den Weg in die Ölwanne gefunden haben.
Um sicher zu gehen dass diese nicht noch andere Wege genommen haben wird mir wohl der Weg die Zylinderköpfe zu demontieren und zu überprüfen ob sich noch Fremdkörper im Motor befinden, bevor noch der gesamte Motor in Mitleidenschaft gezogen wird. Das bedeutet dass ich 2 neue Zylinderkopfdichtungen benötige, etwa 4 Stunden Arbeitsaufwand und das neue Öl.
Ich bin ja froh, dass ich vor jedem Antritt einer Fahrt alles akribisch kontrolliere. Dies ist die Auswirkung der vielen Schäden, die mir von meinen Freunden zugefügt wurden.
Zu allem Überfluss fing es jetzt auch noch zu regnen an, was mich bewog erst einmal etwas zu schreiben.
Ich bin auf jeden Fall froh, das ich mittlerweile gelernt habe alles selbst zu reparieren, denn sonst wäre es eine wirkliche Katastrophe und ich bereits vollkommen am Boden

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Ich kann nicht einschlafen

Beitrag  berton am Mi Sep 08, 2010 12:55 am

Tja es ist wieder einmal soweit, das sich der Schlaf verflüchtigt hat und ich nicht einschlafen kann.
Ab und zu beginnt das Gehirnkarusell sich wieder zu drehen und raubt mir die Nachtruhe. Meistens dann, wenn wieder einmal Gefahr droht und alle Antennen ausgefahren sind, die ein Hellfühliger so hat.
Es war ja jetzt relativ lange Ruh, Zeit in der ich mich erholen konnte.
Im Moment stehe ich aber wieder voll unter Strom, da unsere Existenz bedroht ist.
Ich bin ja bloß froh, das ich rechtzeitig Maßnahmen durch den Kauf der Öfen getroffen habe, so das ich die finanzielle Seite wahrscheinlich abdecken kann. Trotzdem ist es ärgerlich, weil ich mir wie Sysiphus vorkomme, der ständig versucht etwas aufzubauen, was im Endeffekt aber kein Bestand hat.
Heute Morgen hatte ich ein längeres Telefongespräch mit meiner Mutter. Ich habe gemerkt, das auch da vieles im argen liegt. Wir waren vor einiger zeit bei der Beerdigung ihres zweiten Mannes und wurden wie Aussätzige behandelt. Heute kam das Gespräch drauf, wie man uns behandelt hatte und ich stellte fest, das ich wohl auch bei meinen Geschwistern als große Gefahr dastehe, weil sie es nach wie vor nötig haben mich ins falsche Licht zu rücken.
Immer mehr merke ich, das ich wohl falsch gesprungen bin und in einer Familie und später mich auch in einem falschen Umfeld befand, in dem mich wohl keiner mag bzw. versteht. Wieso sonst werde ich ständig bekämpft, wo ich eigentlich ein sehr friedfertiger Mensch bin.
Ich denke das ich da wohl nie eine befriedigende Antwort bekommen werde, da eine Selbstreflexion bei den meisten nicht auf der Liste steht.
So werde ich wohl weiterhin versuchen mein Leben zu leben und unermüdlich nach dem Sinn zu suchen, den ich bisher noch nicht erkennen konnte.

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Déjà-vu

Beitrag  berton am Mi Sep 08, 2010 10:20 pm

Ich dachte immer dass mir dies nie passiert und dass es das nur im Film gibt. Ich hatte ein Déjà-vu. Ich sah einen Film und erinnerte mich daran, was es bedeutet zu leben.
Ich hatte den Geschmack eins frisch zubereiteten Flammkuchen und einen guten Landwein auf der Zunge.
Ich blickte einen Hang hinunter und erfreute mich der natur.
Alles war genauso wie ich es in meinen Träumen nicht besser beschreiben hätte können.
Gleichzeitig kehrte das Gefühl der inneren Zufriedenheit zurück und ich war endlos glücklich.
Was passierte da, was war der Anlass.
Ich denke Mal, das ich mir in einer anderen Epoche begegnet bin, einer Epoche wo ich genau das lebte und es in meinem Unterbewusstsein gespeichert wurde.
Dies hat mich bewogen meine jetzigen Lebensumstände neu zu überdenken.
Vielleicht sollte ich Morgen tatsächlich den alten Lehmbrotbackofen anschmeißen, ihn mit Akazienholz auf Temperatur bringen und einen Hefeteig mit frischen Zwiebeln belegen, dazu gut durchwachsener geräucherten Speck in Würfel schneiden und Sauren Rahm mit Süßen mischen und ihn darüber geben.
Ich habe mir vor langer Zeit ein Blech angefertigt aus Nirosta Stahl, das ich seit 8 Jahren nicht mehr benutzt hatte. Ich denke es wird Zeit dieses wieder in Gebrauch zu nehmen.
Es gibt hier einen sehr guten roten Landwein, der hervorragend dazu schmecken würde.
Durch die Habgier meiner Ex sind mir leider die eigenen Weinstöcke und damit mein Wein abhanden gekommen. Die Fässer die ich im Keller sorgfältig gelagert habe sind meinem Schwiegervater zum Opfer gefallen, der alles was Alkohol enthält durch den Schlund vernichtet. Es war als wenn man Perlen vor die Säue wirft.
Erst jetzt wird mir bewusst was mir verloren gegangen ist, dadurch dass ich mich auf einer Ebene bewege, die mir Andere vorgegeben haben.
Es wird Zeit dies zu ändern und zu den Anfängen zurück zu kehren. Das Déjà-vu hat mich in die Zeit zurück versetzt, wo ich noch Träume lebte und sie als meine Realität empfand

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verschoben ist nicht aufgehoben

Beitrag  berton am Do Sep 09, 2010 7:11 pm

Ich hatte mir so fest vorgenommen das Déjà-vu heute in die Tat umzusetzen. Leider machte mir die Polizei einen Strich durch die Rechnung, weil man mich zur Gegenüberstellung einlud, wegen des Überfalls auf mich vor einigen Wochen.
Das dauerte den ganzen Tag und hat mir gründlich die Laune verdorben.
Gut ich weiß ja, das man als Angeklagter das Blaue vom Himmel lügen darf, aber das was ich heute erlebte sprengte alle Grenzen. Ich erlebte so zum ersten Mal, wie man ohne rot zu werden lügen kann.
Das schlimmste aber war, das der Beklagte nach der Zeugenvernehmung zu mir sagte, das es nicht mehr lange dauern würde, bis man mich einsperrt, er würde dafür sorgen.
Ich habe es sehr ernst genommen, da hier falsche Zeugen zu bekommen eine Frage des Geldes ist und er genügend davon hat.
Wieder einmal stehe ich mit dem Rücken zur Wand, weil ich versuchte habe mich zu wehren. Ich dachte eigentlich er hätte seine Lektion gelernt, aber anscheinend gehört er zu der Fraktion der "nichts dazu gelernt".
Irgendwie gerät es immer wieder aus dem Ruder. Vielleicht sollte ich wirklich für uns ein ganz anderes Zuhause suchen. Heute war ich soweit, das ich überlegt habe meine Pferde einfach zu verschenken, um hier weg zu können. Warten wir es ab wie es sich weiter entwickelt. Ich hoffe mal, das ich nicht erneut zum Opfer der Kriminellen werde und mich unschuldig im Gefängnis wieder finde.
Für Morgen habe ich mir vorgenommen, das verschobene Déjà-vu, das ich heute eigentlich nach backen wollte, in Angriff zu nehmen.
Auch heute habe ich den Geschmack noch auf der Zunge und den Geruch in der Nase. Wenn ich nur wüsste was das zu bedeuten hat. Hoffentlich wird es nicht meine Henkersmahlzeit.

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Es soll wohl nicht sein

Beitrag  berton am Fr Sep 10, 2010 9:13 am


Gerade aufgewacht und besser gleich wieder die Bettdecke über den Kopf ziehen.
Es regnet in Strömen, jetzt mittlerweile wieder eine Woche. Ich habe die Wetterkapriolen sowas von satt. Die Zeit verrinnt im Eiltempo und ehe ich mich versehe fällt der Schnee. Ich habe noch so viel zu tun. Die Dächer der Ställe müssen ausgebessert werden, wie auch der Boden. Bisher waren die Pferde auch bei Regen draußen, aber bei der Dauerberegnung und den kühlen Temperaturen ist es wohl an der Zeit sie in die Ställe zu bringen.
Das bedeutet aber auch, das die Fütterung jetzt beginnt und das, obwohl wir noch eine Unmenge auf den Felder mähen müssen, was bei dem Wetter nicht geht, da es nicht trocknet.
Heute Nacht werde ich nach Österreich aufbrechen um die ersteigerten Öfen zu holen. Ich hoffe ja Mal das alles gut geht, vor allem weil sich einige in verschiedenen Altbauten in verschiedenen Stockwerken ohne Aufzug befinden und sie bis zu 120 kg schwer sind. Aber was wäre das Leben ohne Herausforderung. Bisher habe ich alles gemeistert, wieso nicht auch dieses Mal.
Ich muss ja irgendwie schmunzeln über meine Strategien uns über Wasser zu halten. Ich werde unser letztes Geld dafür investieren und hoffen, das wir durch den Verkauf wieder flüssig werden.
Ich denke aber, das dies im Bereich des möglichen ist.
Hier zwei der Öfen der erste für 1,5 Euro, [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
der zweite für 20,1Euro.
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.].
Eigentlich ist es ja schon verrückt, wenn man es sich überlegt. Ich bin immer noch erstaunt, wie der Wert eines Gegenstandes bestimmt wird. Angebot und Nachfrage ist wohl die meist genutzte Variante.
Die bessere sollte eigentlich Kosten / Nutzen sein.
Oder geht man einfach nur davon aus, was eine visuelle Befriedigung erzielt?
Auf jeden Fall habe ich versucht alles in einem zu erreichen und ich bin überzeugt, das ich hier ein paar Schnäppchen machen konnte. Wenn ich sie wieder erwarten nicht verkaufen kann, dann baue ich sie eben in den neu erworbenen Bauernhof ein.
Hoffentlich hört der Regen bald auf damit ich noch ein paar Dinge erledigen kann. Mit dem Flammkuchen wird es wohl auch heute nichts werden, es regnet zu stark und da wir nicht wissen ob es den ganzen Tag so bleibt, musste ich es erneut verschieben.
Vielleicht war es nur zum erinnern gedacht und nicht um es in die Realität umzusetzen.

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Er wachsen

Beitrag  berton am So Sep 12, 2010 6:31 pm

Mich kann eigentlich nichts mehr überraschen und mich aus der Bahn werfen. Das habe ich wieder einmal am Freitag spüren müssen, wo ich eine Gerichtsaufforderung bekam in der ich Aufgefordert wurde, bestimmte Schriftstücke für die Verhandlung am Montag mitzubringen.
Vor Jahren hätte ich der Aufforderung ohne groß nach zu denken Folge geleistet. Dies hat sich aber geändert. Ich habe begriffen was es ausmachte, das ich früher die Prozesse mit meiner Anwältin verlor und sich dies jetzt geändert hat.
Ich hinterfrage eher, verstehe die Taktiken der Gegenseite und reagiere anders. Auch in diesem speziellen Fall wurde ich dank meiner Intuition misstrauisch und forschte in meinen Unterlagen nach. Dabei viel mir auf, das sich die Verhandlung von Prozeßbeginn bis heute in eine andere Richtung bewegt hat, was mit dem eigentlichen Antrag des Klägers gar nichts mehr zu tun hat. Ich fragte mich auch, wieso dies dem Richter eigentlich nicht aufgefallen ist und er die Klage nicht längst abgewiesen hat. Als mir dies bewusst wurde begann ich zu verstehen. Ich habe mich aufgrund des Respekts vor der Obrigkeit klein gemacht und mich nicht rechtzeitig gewährt. Richter folgen Anträgen, die die Gegenseite gestellt hat und gegen die ich mich selten wehrte. Jetzt weiß ich es und kann dahin gehend meine Strategie aufbauen. Es ist im Prinzip nichts anderes, als die besseren Argumente haben und diese im richtigen Moment auszuspielen. Ich werde dies Morgen in die tat umsetzen.

Die Ofentour ist beendet und ich bin wieder zuhause. Es war sehr anstrengen. Die weite Fahrt und die 1400 zurückgelegten km haben mich geschlaucht. Man oh Man ich wusste gar nicht wie schwer ein Ofen sein kann. Gefühlte 1 Tonne, aber bestimmt 130km pro Ofen. Letztendlich waren es deren 6 wobei zwei Kachelöfen und die anderen Dauerbranntöfen waren. Im Prinzip eine gute Ausbeute für 50 Euro gesamt.
Mein Schwiegervater war mit von der Partie. Er half diese zu verladen.
Außerdem habe ich noch einen Roller erbeuten können, mit dem ich aber vermutlich auf die Nase gefallen bin. Es stand zwar drin, dass er als Bastlerobjekt verkauft wird, aber es sollte sich nur um geringe Schäden handeln. Dort angekommen habe ich feststellen müssen, dass der Verkäufer eine Zweiradhandlung ist und wenn es sich nur um Kleinigkeiten gehandelt hätte, er dies bestimmt repariert und für einen guten Preis verkauft hätte. Na ja Mal sehen, der Winter kommt und ich werde mich da mal ranwagen.
Ich habe auch gemerkt, wie allergisch ich gegen Alkoholiker, wie mein Schwiegervater einer ist, reagiere. Es hat mich echt angenervt, wie er mich aufforderte für ihn eine Flasche Wein zu besorgen. Ich wollte keinen Ärger und Diskussion und besorgte beim Aldi in Österreich 1 ½ Liter Landwein am späten Nachmittag. Wir hatten noch 3 Öfen vor uns bevor wir nach Hause aufbrechen wollten. Nach etwa einer Stunde waren die 1 ½ Liter weg und er forderte mich erneut auf, mittlerweile war es 21 Uhr und alle Läden zu. Er nervte mich solange, bis ich an einer Tankstelle ihn nochmals 0,75 Liter für 10 Euro besorgte.
Es ekelte mich regelrecht an, mit welcher Selbstverständlichkeit er dies einforderte.
Tja so ist es halt, wenn man auf jemand angewiesen ist. Es bleibt dann nichts anderes übrig als zu akzeptieren.
So genug geschrieben, die Müdigkeit macht sich breit. Schließlich will ich ja Morgen um 9:00 Uhr fit sein um in die nächste Runde mit meinem ungarischen Widersacher zu gehen. Ich gehe da guter Dinge hin, denn schließlich habe ich nichts gemacht, was ich mir vorwerfen sollte. Ich verteidige mich lediglich gegen die Größenwahn und der Rufmordkampagne eines Ungarn, der mich fertig machen. Tja das hatten Andere schon versucht und wie man sieht lebe ich immer noch.
Ich weiß ja nicht welche Aufgabe ich mir gestellt hatte, bevor ich nach hier inkarniert bin, aber es wird schon seinen Sinn haben.

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Mut oder Dummheit

Beitrag  berton am Mo Sep 13, 2010 10:17 pm

Es ist genau gekommen wie ich es eigentlich vorausgesagt hatte. Ich kam nicht umhin den Befangenheitsantrag gegen den Richter zu stellen. Obwohl ich bisher alle Beweise beigebracht hatte im Gegensatz des Klägers hatte ich heute wieder das Gefühl, das der Richter auf die Anträge des Klägers eingeht und mich im Regen stehen lässt. Das Maß war voll, als er bereits in der Verhandlung durchscheinen lies wie er zu urteilen gedenkt. Mir wurde da erst richtig klar, dass es unerheblich ist was ich vorbringe, weil das Urteil nicht auf Fakten getroffen wird, sondern eine Sache des Bekanntheitsgrades und des Geldes ist.
Ich scheine nur der Deutsche zu sein, der Stress macht und denn man nicht für voll nehmen braucht.
Dies habe ich meiner Ex zu verdanken, die diese Gerüchte in einigen Verhandlungen streute. Doch das ist Schnee von gestern. Mittlerweile sind Lichtjahre ins Land gezogen und ich habe gelernt mich effektiv zu wehren. In wieweit es klug ist, einen Befangenheitsantrag gegen einen Richter zu stellen lasse ich mal dahingestellt.
Ich kann mir auf jeden Fall nicht vorwerfen, nicht alles getan zu haben was in meiner Macht steht.
In einem Gespräch mit einer befreundeten Anwältin habe ich mir dann die Bestätigung abgeholt, das ich folgerichtig gehandelt habe.
Danach brauchte ich erstmal ein Bier auf den Schreck. Es ist schon eine Weile her, dass ich mir ein Bier in entspannter Atmosphäre genehmigt habe. Ist leider ein wenig spät geworden und ich habe wieder einmal nicht mich zu Hause abgemeldet, was meine Frau in Panik versetzt hat. Ihr Anruf schreckte mich auf und erinnerte mich, dass ich noch andere Verpflichtungen habe.
Ich habe jetzt 15 Tage Zeit um den Antrag schriftlich zu fixieren und dem Gericht einzureichen.
Zu allem Übel habe ich immer noch nicht meinen Traktor repariert. Die Zylinderkopfdichtung ist immer noch nicht gewechselt. Na ja es geht noch, da wir sowieso schlechtes Wetter haben und nicht gemäht werden kann. ich hoffe Mal, das ich alles unter einen Hut bekomme.
Irgendwie könnte ich wieder einmal Hilfe gebrauchen und weit und breit niemand in Sicht.

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Überlebenssüchtig

Beitrag  berton am Di Sep 14, 2010 5:09 pm

Ich habe eine schlimme Nacht hinter mir, eigentlich wie immer nach einer Gerichtsverhandlung. Es ist ein Nachkarten der Verhandlung und ein überprüfen welche Fehler ich eventuell gemacht habe.
Hierbei wurde mir wieder einmal klar, das man noch so gut vorbereitet sein, aus der Vergangenheit gelernt und dennoch am Ende der Verlierer sein kann. Ich habe die nächste Gerichtsverhandlung am 27.9 wegen den Feldern. Eigentlich rechnete ich bisher mit einer Chance von mehr als 90 % das ich diese auch erhalte, aber seitdem ist einige Zeit vergangen.
Das was mir Angst macht ist der Regierungswechsel in Ungarn. Der Rechtsruck der durch Ungarn gegangen ist, die Proklamation das das Land den Ungarn gehört und das alle Ausländer raus sollen, macht mir wirklich Sorgen. 13 Jahre bin ich jetzt hier und alles was ich bisher gemacht habe liegt in Scherben. Es ist müßig darüber nachzudenken weshalb, wieso, warum. Tatsache ist, dass das Schiff auf Grund gelaufen ist und trotz aller Bemühungen die Altlasten noch an Bord sind, wenn sie auch Stück für Stück verschwinden.
Es ist schwierig los zulassen und sich neuem zuwenden, aber ich habe gestern bei dem einsamen Bier verstanden, das es nie mehr so werden wird wie es war und das man verlorenes nicht immer zurückbekommen kann.
Es gibt Menschen unter uns, die sich so den Kick holen, weil sie selber nichts auf die Reihe kriegen und deshalb dies dem Anderen auch nicht gönnen.
Na ja wenigstens bekommt meine Frau mit meiner Unterstützung die Füße auf den Boden und wenn alles gut geht wird sie einen guten Profit mit den selbst angebauten Kürbissen machen, da sie zahlreich und von bester Qualität vorhanden sind. Dank meiner Hilfe haben wir seit letztem Jahr einen festen Abnehmer, der Ende September die HUF gegen Kürbisse tauscht Smile. Wer weiß, vielleicht bekomme ich ja auch was ab, was bisher ja eher ein Wunschtraum war, da das Geld meistens in familiäre Kanäle meiner Frau versickert ist.

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Den Unterschied bemerken

Beitrag  berton am Mi Sep 15, 2010 5:54 am

Ich habe mich gestern Abend daran gemacht, die Befangenheitsvorwürfe gegen den Richter aufs Papier zu bekommen. Ich habe deshalb auch wieder einmal im Netz recherchiert, um die rechtlichen Möglichkeiten auszuloten.
Hierbei fiel mir auf, das es durchaus berechtigte Zweifel geben kann und das es nicht unbedingt eine Herabwürdigung der Person des Richters ist, sondern ein anderes Rechtsempfinden, das diesen Schluss zulässt.
Ich habe also nach Fakten gesucht innerhalb des Prozesses, die meine Ansicht untermauern und auch welche gefunden, die in die vorgelegte Schablone der möglichen Befangenheit, beschrieben im Netz fallen. Darunter:

- wenn ein Richter die Anträge einer Partei mit einem anderen Maßstab misst, als die Anträge der anderen Partei,
- wenn der Richter schon vor durchgeführter Beweisaufnahme sich auf ein bestimmtes Ergebnis festgelegt hat oder vor der Urteilsverkündung das mögliche Ergebnis durch Bekanntgabe in der Verhandlung selbst vorwegnimmt.
- wenn ein Hinauszögern einer Entscheidung ersichtlich ist, obwohl alle Fakten bereits vorliegen
- wenn in einer Berufungsverhandlung neue Punkte verhandelt werden, als die der Anlass der Berufung waren.
- wenn prozeß relevante Dinge, wie z.B. das die Kläger keine Eigentümer von 0551/13 sind und somit dies nicht einbringen können, nicht berücksichtigt werden und den Klägern die Möglichkeit gegeben wird dies im Nachhinein zu korrigieren und somit andere Ausgangsvoraussetzungen zu schaffen wie bei Klagebeginn.
Ich konnte somit eine Beschreibung der Vorwürfe erarbeiten, die sich rein auf Fakten und nicht persönlich gefärbt und auf die Person zugeschnittene waren. Ich rechne mir gute Chancen aus damit Erfolg zu haben.
Ich erfahre immer öfters, das wenn man aktiv im Leben steht das es manchmal gar nicht so schwer ist sich zu wehren und dementsprechend für sich einzustehen. Was ich früher an Fehlern machte war, dass ich es an der Person ausließ ohne die sachlichen Argumente dazu zu liefern.
Ich denke dass ich dies mittlerweile gelernt habe.
Heute versuche ich uns einen Vorteil für die Verhandlung am 27.9 zu verschaffen und mir dazu das ungarische Förderprogramm für landwirtschaftliche Familienbetriebe zur Hilfe zu holen.
Ich habe lange recherchiert bis ich darauf gestoßen bin, dass es eine Förderung und einen besonderen Status für Familienbetriebe gibt. Auf Antrag wird dieser nach Prüfung der Begebenheiten gewährt.
Man muss folgende Bedingungen erfüllen.
3 Jahre dort wohnen, eigenes oder gepachtetes Land bewirtschaftet und mindestens 3 Familienmitglieder in dem Betrieb tätig sind.
Ebenso muss man sich verpflichten 5 Jahre den Betrieb aufrecht zu erhalten und gestützt durch Zuschüsse eine Umsatzsteigerung erreichen.
In dem Fall, das alle Bedingungen erfüllt werden, geniesst man einen besonderen Schutz durch den ungarischen Staat und bekommt einen anderen Status. Dies macht sich vor allem auch beim Landerwerb bemerkbar, bei dem man immer an erster Stelle das Vorkaufsrecht eingeräumt bekommt.
Tja und da es in der kommenden Verhandlung genau darum dreht, könnte ich, wenn es mir bis dahin gelingt den Status in die Waagschale schmeißen und somit dem jetzigen Kurs der ungarischen Regierung in Bezug auf Ausländerfeindlichkeit was den Landbesitz angeht einen anderen Kurs, nämlich Familienbetriebe zu erhalten und schützen entgegenstellen.
Schade ist nur, das ich erst jetzt auf diese Möglichkeit gestoßen bin und nicht weiß wie schnell wir diesen geschützten Status erreichen können. Auf jeden Fall werde ich dies heute zusammen mit meiner Frau in Angriff nehmen. Selbst wenn es mit den Feldern nicht klappen sollte, weil den Ungarn der Landerhalt für Ungarn wichtiger ist als andere Programme, bekomme wir durch die Förderung aus den Programmen wieder ein wenig mehr Gelder um durch die damit erzielten Renditen unsere Träume in die Realität umzusetzen.
So langsam werde ich fit in den Dingen und kann ebenfalls aus den Töpfen schöpfen, die der Gemeinschaft zur Verfügung stehen, auch wenn ich kein Ungar bin. Es sind ja europäische Zuschüsse und es stehen diese dann wohl allen Europäer zur Verfügung.

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Eilig ?

Beitrag  berton am Mi Sep 15, 2010 7:49 pm


Ups, da hat es aber einer sehr eilig. In Rekordgeschwindigkeit habe ich das Sitzungsprotokoll der letzten Gerichtsverhandlung heute Morgen bekommen, wo es doch sonst immer mehr als 15 Tage dauert. Ich denke Mal da hat es ein Richter sehr eilig zu hören was ich in Bezug auf seine Befangenheit vorzubringen habe.
Na ja es kommt nicht alle Tage vor, das ein Ausländer einen ungarischen Richter für befangen hält und dies auch noch öffentlich äußert.

Mit der Feldproblematik bin ich auf einen alternativen Lösungsweg gestoßen, den ich noch ausloten muss. Es wäre die beste Lösung ohne ein Risiko eingehen zu müssen. Ich habe schon meine Fühler ausgestreckt und nächste Woche ein Treffen, das spannend werden könnte.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie in den heikelsten Phasen meines Lebens sich Türen öffnen, die mir Alternativen bieten.
Eine Möglichkeit wäre aber auch mich aufs Altenteil zurück zu ziehen und das Ganze einfach so an zu nehmen wie es kommt.
Ich habe die ganze Zeit schon überlegt, wieso ich mir den Hintern aufreiße, wenn ich es auch auf andere Art und Weise erreichen könnte.
Ich wollte auch Mal mich der Kunst widmen, durch die ich in den Anfängen als Bildhauer gute Ergebnisse erzielte, die sogar Käufer gehabt hätten. Mal sehen, das Jahr ist ja noch nicht zu Ende und ich kann ja immer noch neue Richtungen einschlagen, wenn mir danach ist.
Ich hatte heute ein längeres Gespräch mit meiner Mutter wo mir eigentlich klar wurde, wie sie ihr Leben verbracht hat und jetzt wo sie am Ende angekommen ist immer noch auf der Suche ist. Nur wird sie dies in ihrer Verbitterung nicht mehr finden und etwas ändern will sie auch nicht. Ich verstehe sie nicht. Sie hat angeblich gespart und will es später uns Kindern hinterlassen. Ich konnte sie auch in diesem Gespräch heute nicht überzeugen, das sie mir die größte Freude machen würde, wenn sie auf ihre alten Tage alles verprassen würde und es wenigsten einmal im Leben richtig genießen könnte.
Tja so hat halt jeder seine Vorstellung vom Leben. Wer weiß, vielleicht schaue ich auch einmal zurück und stelle fest dass es besser gewesen wäre etwas zurück zu legen und nicht immer alles auf eine Karte zu setzen. Ich kann beruhigt sagen, das der Spruch "der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" für mich und meine Mutter wohl nicht zutrifft.

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Abschied nehmen

Beitrag  berton am Sa Sep 18, 2010 4:43 am

Wieder einmal muss ich mich einer Ungerechtigkeit beugen, die geprägt von Intoleranz geprägt ist. Wie ich schon mehrfach schrieb wohne ich seit 13 Jahren in Ungarn, also ein viertel meines Lebens. Gut ich bin Deutscher im Ausland und somit Ausländer hier, aber ich fühle mich nach dieser langen Zeit hier zu Hause. Ich spreche die ungarische Sprache und lebe nach ungarischen Gesetzen und Gepflogenheiten. Trotzdem werde ich von den Politikern aufs Abstellgleis geschoben. Es gibt zwar Gesetze, das man nach dreijähriger Aufenthaltsgenehmigung und den Nachweis eine landwirtschaftliche Tätigkeit ausgeführt zu haben in Besitz von landwirtschaftlicher Fläche kommen kann, aber die Realität sieht anders aus.
Den Prozeß der am 27.9 ansteht kann ich wohl knicken, da nach der neuen politischen Lage kein ungarisches Land einem Ausländer zugesprochen wird wenn man es irgendwie vermeiden kann, der durch Vorverkaufsverträge bereits in der Zeit, wo er den Anspruch erwarb nicht bereits die Voraussetzungen dafür vorliegen hatte. Da hat ein krimineller Ungar die besseren Chancen aufgrund seiner Staatszugehörigkeit. Deshalb wurde mir abgeraten es zu versuchen, weil ich Gefahr laufe, das das Gericht die gesamte Klage abweist, nach dem Motto das wenn der Ausländer mit dem Geld nicht zufrieden ist bekommt er halt gar nichts.
Was mir bleibt ist das mir bereits vom Gericht zugesprochenes Geld, das mir für das Land zusteht. Dies ist nur etwa ein zehntel des jetzigen Wertes. Der ungarische Betrüger, der keinerlei Barmittel hinein gesteckt hat, nur seinen Namen für den Feldkauf zur Verfügung stellte, wird über Nacht zum Millionär.
Wieder einmal wird mir auf diese Weise von diesem Menschen ein erheblicher finanzieller Schaden zugefügt. Er war derjenige, der mehrfach falsch ausgesagt hat zu meinen Ungunsten und dem ich es zu verdanken habe, dass ich aus der Firma ausgeschlossen wurde. Er ist derjenige, der für die gesamten Einbrüche und Beschädigungen an meinen Maschinen verantwortlich ist. Es ist sehr schwierig damit umzugehen für mich, aber wenn ich das Geld nicht auch noch verlieren will, muss ich die Berufung die ich bei Gericht gegen das Urteil eingelegt habe um doch noch in den Besitz des Landes zu kommen zurückziehen. Ich muss mich eben mit dem zufrieden geben, was ich bekomme, nicht mit dem was mir zusteht.
Dies bedeutet dann definitiv, das die Ära des Pferdebesitzers ein Ende haben wird, da uns für nächstes Jahr die Weideflächen fehlen und kein Futter für den Winter mehr zur Verfügung steht.
Gestern haben uns wieder zwei unserer Pferde verlassen. Artos und Schappka wurden verkauft und vielleicht wenn wir Glück haben nächste Woche auch noch ein paar andere. Von 11 sind 5 übrig geblieben. Während wir bei den ersten noch auswählen konnten wo die Pferde hinkommen wird durch die neue Entwicklung dies wohl in dieser Form nicht mehr möglich sein. Das Unglück das diese Betrüger uns zufügen, überträgt sich so auch auf die Pferde und die Gesamtlebenssituation. Es ist wieder Mal so weit, das ich emotional dicht machen muss, damit ich an dieser Situation nicht zerbreche. Was nützt die gesamte Genialität in der Lebensbewältigung, wenn hier Mittel eingesetzt werden, die alles andere als fair sind und gegen jegliche guten Sitten verstoßen. Esoterisch gesehen hat hier wohl alles versagt, denn sonst müsste eigentlich der Engel mit dem Feuerschwert erscheinen und Recht auf diese Weise sprechen, das diese Menschen für ihr Unheil, das sie aus niedrigen Beweggründen heraufbeschworen haben bestraft werden.
Aber dies wird wohl nur ein frommer Gedanke bleiben, den sich Menschen zu Recht legen um die Situation besser ertragen zu können und somit über den Verlust hinwegkommen.



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Das Leben geht weiter.....

Beitrag  berton am Sa Sep 18, 2010 4:57 pm

.......und ich bin mittendrin.

Seit geraumer Zeit eiert meine Frau um mich herum und beklagt, dass die Truhe leer ist. Wir haben zwar einige Tiere, die dem Abhilfe schaffen können, aber irgendwie bringe ich es nicht übers Herz, Tiere, die hier geboren wurden oder aufgewachsen sind, also praktisch zur Familie gehören, zu schlachten.
Durch den Verkauf der Pferde habe ich Momentan ein wenig Luft, so das ich dem drängen meiner Frau nachgab und ein Schwein erworben habe. Ich dachte mir, da es von außerhalb kommt und ich keinerlei Bindungen habe es leichter für mich sein wird, dem schlachten zuzustimmen.
Leider war dies wieder einmal eine Falschannahme. Die Tiere scheinen instinktiv zu wissen, wer es gut mit ihnen meint.
Die Situation war folgende, das ich das Schwein in seinem Reich hier überlies. Es mussten noch einige Ausbesserungsarbeiten am Zaun vollzogen werden, die mein Schwiegervater und meine Frau bewerkstelligen wollten. Alleine die Anwesenheit dieser beiden versetzte das Schwein in Panik, so dass sie mich zur Hilfe riefen. Ich folgte dem Aufruf und gesellte mich zu dem Schwein. Es kam auf mich zu, wollte gestreichelt werden und als ich dieser Aufforderung nachkam, legte es sich zur Seite und streckte mir den Bauch entgegen, als wenn es sich sicher war, das ich sein Ende verhindern könnte. Na ja es hat mich zu mindestens nachdenklich gemacht. Wie ich das den Anderen beibringen soll, das aus dem Festtagsbraten eventuell nichts wird ist mir noch nicht ganz klar. Ach menno wieso stecke ich immer wieder im Dilemma fest. Wenn es nach mir alleine ginge, hätte ich wohl einen Gnadenhof für Tiere.
Leider sind wie immer meine Mittel begrenzt, meine Freunde unter den Menschen an einer Hand abzählbar und meine Frau ihrer Familie scheinbar verpflichtet.
Bisher habe ich immer die Möglichkeit gewahrt, die letzte Instanz zu sein, die ein Vetorecht in allem hat. Wie sich dies aber jetzt auswirken könnte, wenn ich der Schlachtung nicht zustimme steht in den Sternen.
Durch den Kauf des neuen Bauernhofes habe ich eine Ausweichmöglichkeit gefunden, die mir ermöglicht im Notfall auszubüchsen und somit mich der Verantwortung zu entziehen. Wer weiß, vielleicht ist dies ja ein Wink des Schicksals, das wir diesen Schritt vollzogen haben und ich so diese Möglichkeit offen habe. Mir geht es schon seit geraumer Zeit gegen den Strich, dass ihre Eltern sich Dinge hier rausnehmen und als selbstverständlich erachten. Ich komme aus einer anderen Kultur und habe wenig Bindung zu ihren Eltern, weil ich in ihren Augen einfach der Deutsche bin, der sich ausnutzen lässt und dies dann auch bis zum Anschlag ausgenutzt wird.
Eigentlich ist der Streit zwischen meiner Frau und mir vorprogrammiert, wenn es sich um ihre Eltern dreht.
Im Prinzip sponsern wir zusätzlich zu den Eltern ihren Bruder, der das Geld zusätzlich von seinen Eltern bekommt was sie hier bei dem Nachbarn verdienen. Unterkunft und Verpflegung zahlen ja wir und das was wir erwirtschaften geht auch zum Teil an ihre Eltern, da sie wenn sie mithelfen dementsprechend Anteilsmäßig, sprich pro Kopf an allen Einkünften beteiligt werden wollen, aber sich an den Kosten bis die Ernte vollzogen werden kann sich nicht beteiligen. Ebenso das Risiko das immer besteht, weil vielleicht das werter nicht mitspielt hat für sie keine Auswirkungen weil sie sich nur an dem Verkaufserlös orientieren.
Alle Versuche meiner Frau die Augen zu öffnen enden in einem Handfesten Krach, der damit endet, das sie weint und schlecht drauf ist.
Sie will sich dem Problem einfach nicht stellen, besorgt jeden Tag ihrem Vater die nötige Menge Alkohol damit er seinen Pegel erreicht, meistens sind es 2 Liter Wein. In diesem Moment spielt es keinerlei Rolle, ob das Geld dafür für etwas anderes benötigt wird. Vor jedem Verkauf graust es mir deshalb im voraus, weil dann sofort Forderungen gestellt werden, die ich eigentlich nicht erfüllen will und auf Dauer auch nicht kann. Ich habe es schon mehrmals zur Sprache gebracht, wobei die Mutter von ihr meinte, das es dann wohl besser wäre, wenn ihre Tochter sie nach Rumänien begleiten würde, als weiterhin mit mir zusammen leben zu müssen.
Ich habe meine Frau darauf angesprochen und es ihr freigestellt. Scheinbar sieht sie es nicht so, oder ist es deshalb, weil sie mich immer wieder besänftigen kann bis zum nächsten Krach, der durch das Verhalten ihrer Eltern ausgelöst wird?
Ein Monat sind sie noch hier, dann ist bis nächstes Jahr Ostern Elternfreie Zone und der gemütliche Teil beginnt bei uns, wo die Liebe und Aufmerksamkeit füreinander das Hauptaugenmerk ist. Wie jedes Jahr beginnt dann im März die heiße Diskussion, wieso ihre Eltern da bleiben wo sie ihren Lebensmittelpunkt haben, bei ihrem Sohn, den sie ständig sponsern und dies ist definitiv bei ihm und nicht bei uns.
Wer weiß, vielleicht kann ich durch die Aufgabe der Landwirtschaft erreichen, dass der lukrative Nebenerwerb mit freier Kost und Logie nicht mehr attraktiv ist und sie es vorziehen in Rumänien zu bleiben. Wenn meine Frau sie sehen will, kann sie ja gerne einen längeren Besuch bei ihnen machen, was mir auch recht wäre, damit ich mich dann auf da konzentrieren kann, was ich schon immer in Angriff nehmen wollte.
Wir werden sehen wohin das führt. Im Moment bin ich auf jeden Fall Pro Schwein eingestellt und werde mein Veto einlegen, das es Morgen sein Leben verlieren soll.
Ich werde versuchen es soweit wie möglich hinaus zu ziehen. Vielleicht gelingt es mir ja meine Frau davon zu überzeigen das es nicht nötig ist und gebe ihr Geld für den Metzger, damit sie das was benötigt wird dort einkaufen kann. Eine Alternative wäre es wenn ich beide Schweine decken lasse, so das ein schlachten nicht mehr möglich ist. Man wird sehen inwieweit ich mich durchsetzen kann und ich die richtigen Argumente finde.

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Beitrag  berton am So Sep 19, 2010 4:56 pm

Ene Mene Muh und raus bist du, so oder so ähnlich scheint mein Leben zu verlaufen. Als ich heute vom Vasar, eine Art Markt wo alles mögliche angeboten wird zurück kam war es bereits zu spät. Das Schwein was ich gestern gekauft habe, war schon in Beutel verpackt und hat den Weg in die Gefriertruhe angetreten. Meine Frau hat heute Morgen den Metzger angerufen, der das Schwein in Windeseile in seine Bestandteile zerlegt hat, ohne auf mein OK zu warten. Als Entschuldigung hat sie mir gesagt, dass sie der Meinung war, dass ich das Schwein zu diesem Zweck doch gekauft hätte und sie nicht immer meine Launen mittragen muss. Jetzt ist es wie es ist, ob ich dagegen war oder nicht. Tja es entspricht wieder einmal genau diesem Gefühl was ich seit geraumer Zeit in mir trage. Ich scheine Mittel zum Zweck zu sein und meine Naivität ist der Punkt an dem man ansetzt.
Gefühle scheinen Luxus zu sein und ich scheine nicht auf der Liste der Geladenen zu stehen.
Es soll kein Gejammer werden, sondern nur eine Feststellung die den Unterschied zwischen dem und dem darstellen soll. Viele verstehen dies nicht und meinen, dass da etwas Wehleidiges in mir ist, mit dem ich versuche etwas zu bezwecken.
Vermutlich kennen sie es von sich selbst und versuchen mir dies über zu stülpen, weil sie diese Eigenschaft bei sich selbst nicht akzeptieren können.
Ich scheine anders gestrickt zu sein, denn ich schreibe, spreche, denke was mir in den Sinn kommt. Ich schäme mich auch für nichts, denn sonst würde ich mich ja selbst verleugnen und mich ständig hinter Masken verstecken müssen.
Tja jedem das seine doch mir wünsche ich das Beste.

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